Flüge nach Sharm el-Sheikh gestrichen

Flüge nach Sharm el-Sheikh gestrichen
© EPA/GLENN PINKERTON
Nach dem Flugzeugabsturz über dem Sinai stellt die Lufthansa-Gruppe alle Flüge nach Sharm el-Sheikh ein. Edelweiss fliegt aber trotzdem, mit maximalen Sicherheitsvorkehrungen. Das EDA rät nicht von Reisen ab, warnt aber.

Nach den englischen Fluggesellschaften stellen nun auch die Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe den Flugbetrieb bis auf Weiteres ein. Zwei wöchentlich geplante Flüge der Airlines Eurowings und Edelweiss in den Badeort Sharm el-Sheikh werden nicht mehr durchgeführt, teilte der Konzern mit. Nun heisst es aber laut Online-Medien, dass Edelweiss doch fliegt.

Die Verwirrung ist gross, denn noch am Donnerstagmorgen hatte Edelweiss-Sprecher Andreas Meier erklärt, dass der Flug ans Rote Meer am Freitag bis auf weiteres durchgeführt werde. Er sei ausgebucht. Zur Lufthansa-Gruppe gehört auch die Swiss. Diese fliegt aber in der Region nur die Hauptstadt Kairo an.

Flugrouten seit Samstag geändert

Bereits seit dem vergangenen Samstag umfliegen die Fluggesellschaften des Lufthansa-Konzerns den Sinai, wo das russische Passagierflugzeug mit 224 Menschen an Bord abgestürzt war. Grossbritannien geht davon aus, dass der Islamische Staat (IS) hinter dem Absturz der Maschine steckt.

Ägyptens Regierung hat britische und amerikanische Vermutungen über eine Bombe als Ursache für den Absturz des russischen Passagierflugzeuges zurückgewiesen. Die Ermittler hätten dafür bisher keinerlei Belege gefunden, sagte der ägyptische Minister für zivile Luftfahrt, Hussam Kamal, in Kairo.

Bei anderslautenden Aussagen handle es sich um eine Hypothese, die nicht auf Fakten basiere. Auf allen ägyptischen Flughäfen gälten internationale Sicherheitsstandards, versicherte Kamal. Diese würden von der obersten ägyptischen Behörde für zivile Luftfahrt überwacht.

In der Luft auseinandergebrochen

Der Airbus A321 war am Samstagmorgen kurz nach dem Start in Sharm el-Sheikh auf dem Weg nach St. Petersburg über dem Sinai abgestürzt. Alle 224 Insassen, zumeist russische Touristen, starben. Russischen Ermittlern zufolge brach die Chartermaschine der Fluggesellschaft Kogalimawija, die unter dem Namen Metrojet fliegt, in der Luft auseinander.

Der ägyptische Ableger der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte am Mittwoch erneut erklärt, er habe die Maschine zum Absturz gebracht. Ein Abschuss mit einer Rakete wird jedoch als unwahrscheinlich angesehen, da der IS nicht über Material verfügt, um auf fast 10’000 Metern eine Maschine zu treffen. Der Einsatz eines Sprengsatzes hingegen wird für möglich gehalten. (red/SDA)

 


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