Flugblatt-Aktion zeigt Wirkung

Flugblatt statt Facebook: Die Polizei sucht direkt in Rupperswil nach Personen, die Auskunft zur Bluttat mit vier Toten geben können.
Flugblatt statt Facebook: Die Polizei sucht direkt in Rupperswil nach Personen, die Auskunft zur Bluttat mit vier Toten geben können. © Screenshot Tele M1
Um die Bluttat von Rupperswil AG aufzuklären, hat die Polizei an Heiligabend Flugblätter verteilt und von der Bevölkerung daraufhin mehrere Dutzend Hinweise erhalten. Diese werden jetzt geprüft, wie Oberstaatsanwalt Philipp Umbricht am Samstag auf Anfrage sagte.

Unter den Hinweisen befinden sich auch zwei Aufnahmen von Videokameras in Fahrzeugen, sogenannten Dashcams. Die Staatsanwaltschaft überprüft auch einen Hinweis aus Wohlen AG.

Dort haben sich gemäss Berichten von Tele Züri am vergangenen Montag zwei verletzte Personen in einer Apotheke behandeln lassen. Die Staatsanwaltschaft kann diese Angaben nicht bestätigen. Der Hinweis sei auch bei der Polizei eingegangen und werde geprüft, sagte Umbricht.

Am Montag waren in Rupperswil AG eine 48-jährige Frau, ihre beiden Söhne im Alter von 13 und 19 Jahren sowie die 21-jährige Freundin des älteren Sohnes im Haus der Familie tot aufgefunden worden. Alle wiesen Stich- oder Schnittverletzungen aus. Ein vorsätzlich gelegter Brand sollte die Spuren verwischen.

Zunächst war die Theorie eines Familiendramas aufgekommen. Dann aber tauchten Bilder auf, welche die Mutter am Montagmorgen beim Bargeldbezug in zwei verschiedenen Banken zeigen: in der Hypothekarbank Lenzburg in Rupperswil und in der Filiale der Aargauischen Kantonalbank in Wildegg.

Seither sucht die Polizei nach Personen, die am Montagmorgen mit dem späteren Opfer gesprochen oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

(SDA)


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