Flugzeugabsturz in Kolumbien: 75 Menschen gestorben

Die Mannschaft Chapecoense war an Bord der Maschine, die in Kolumbien abgestürzt ist. (Archiv)
Die Mannschaft Chapecoense war an Bord der Maschine, die in Kolumbien abgestürzt ist. (Archiv) © EPA/Marcio Cunha
Ein Flugzeug mit 72 Passagieren und neun Besatzungsmitgliedern an Bord ist in Kolumbien abgestürzt. In der Charter-Maschine reiste das brasilianische Fussballteam Chapecoense. Nur fünf Personen haben den Flugzeug-Crash überlebt. 

Der Erstligist war auf dem Weg nach Kolumbien, um das erste Finalspiel der Copa Sudamericana (vergleichbar mit der Europa League) gegen den Verein Atlético Nacional aus Kolumbien zu spielen. Das Fussballteam war über Santa Cruz de la Sierra in Bolivien nach Kolumbien unterwegs.

Gemäss «El CoEquipero» sind die Spieler Danilo, Jakson Follmann und Alan Ruschel unter den Überlebenden. Auch Journalist Rafael Henzel sowie die Flugbegleiterin Ximena Suárez sollen lebend gefunden worden sein. 75 Personen sind gestorben, bestätigt die kolumbianische Polizei. Den lokalen Behörden zufolge waren 22 Fussballer, 28 Funktionäre, 22 Journalisten sowie neun Besatzungsmitglieder im Flugzeug.

Medizinisches Personal kümmert sich um den verwundeten Alan Ruschel.

Medizinisches Personal kümmert sich um den verwundeten Alan Ruschel.

EPA/Luis Eduardo Noriega

Alissen Ruschel, die Schwester von Alan Ruschel, ist erleichtert, dass ihr Bruder den Absturz überlebt hat. «Gott ist gross und macht dich stark! Ich liebe dich, mein Bruder. Du bist ein Kämpfer!»

Die Stadt Rionegro bestätigt auf Twitter, dass fünf Personen den Unfall überlebt haben.

 

Die Einsatzkräfte machten sich daran, nach Überlebenden zu suchen und diese zu retten. Unter anderem standen Behörden, Flughafen, Luftwaffe, Feuerwehr, Polizei und Armee im Einsatz. Man spanne zusammen, um schnellstmöglich Neues zu erfahren.

«José María Córdova», der Flughafen in Rionegro in der Nähe der Unfallstelle, veröffentlichte gegen 7.30 Uhr eine erste Medienmitteilung. Zum Absturz sei es um 22 Uhr nachts gekommen. Der Kontrollturm der zivilen Luftfahrt habe von der Maschine einen Notruf erhalten – wegen Schwierigkeiten mit der Elektrik. Man versuche, die Überlebenden mit gebündelten Kräften zu finden. Allerdings seien die Wetterbedingungen so schlecht, dass man die Unglücksstelle nur über den Landweg erreichen könne.

Auch fünf Journalisten von Fox Sports Brasil waren gemäss «BluRadio Colombia» im Unglücksflugzeug.

Dieses Video zeigt den Moment, indem der Radar-Kontakt mit jenem Flugzeug, das Chapecoense beförderte, verloren ging.

Zum Absturz der Maschine RJ85 der bolivianischen Fluggesellschaft Lamia kam es in der Nähe der kolumbianischen Stadt Medellín bei der Ortschaft La Unión. Die Maschine flog von Santa Cruz de la Sierra in Bolivien nach Medellín.

dpa

dpa

Der Verein Atlético Nacional, gegen jenen Chapecoense in Kolumbien hätte spielen müssen, drückte auf Twitter sein Mitgefühl aus.

Zahlreiche Fussballvereine und prominente Spieler benutzen den Hashtag #ForçaChapecoense, um den Opfern zu gedenken und ihren Familien Kraft zu spenden.

(SDA/red)


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