Flumserberg: Gondelbahn-Bau verschoben

Schon in die Jahre gekommen, die Gondeli-Bahn auf den Maschgenkamm am Flumserberg, doch sie werden wohl nicht so schnell ihren Dienst aufgeben können.
Schon in die Jahre gekommen, die Gondeli-Bahn auf den Maschgenkamm am Flumserberg, doch sie werden wohl nicht so schnell ihren Dienst aufgeben können. © (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller/Archiv 2016)
Anwohner und Naturschutzverbände stellen sich gegen den Bau der neuen Zehner-Gondelbahn auf den Maschgenkamm. Das verzögert den Baustart und könnte auch die Erstellung des Heidilands tangieren.

Sie gilt als das Herzstück am Flumserberg, die Gondelbahn zwischen Tannenboden – Flumserberg und dem Maschgenkamm. Doch die Vierer-Gondeln sind in die Jahre gekommen und sollen durch eine Zehner-Gondelbahn ersetzt werden. Geplant war der Baustart auf das Frühjahr 2018. Doch daraus wird nichts, wie der «Sarganserländer» schreibt.

Unliebsame Einsprachen von Privaten

Gegen den Bau sind diverse Einsprachen eingegangen. Nicht überraschend waren die Einsprachen der Naturschutzverbände. Diese sind mehr oder weniger Standard und verbessern deren Position bei Verhandlungen. Die Alpkooperation Mols hat ihre Einsprache bereits schon angekündigt, sie will das Gesamtpaket der Verträge mit den Bergbahnen von der Bevölkerung per Abstimmung absegnen lassen.

Nicht gerechnet haben die Flumserberg-Bahnen mit den Einsprachen von Privatpersonen aus der Nachbarschaft der Talstation Tannenboden. Deshalb muss der Zeitplan für den Bau der Gondelbahn neu erstellt werden, wie der Geschäftsführer der Bergbahnen Flumsberberg AG, Heinrich Michel gegenüber dem «Sarganserländer» bestätigte. «Wenn wir diesen sportlichen Zeitplan einhalten wollten, müssten wir jetzt die Arbeitsvergabe vornehmen können. Das ist Angesicht der hängigen Einsprachen und er damit verbundenen Unsicherheit nicht möglich.»

Heidiland am Rande betroffen

Am Rande tangiert von dieser Situation ist die Entwicklung und Neugestaltung im Raum Tannenboden, wo ein neue neue Heidil-Erlebniswelt mit Alphütte entstehen soll. Dieses Projekt wird auch vom kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit mitgetragen. Die neue Gondelbahn ist ein Teil des Masterplans. Der Baustart der anderen Teilprojekte, wie etwa das Heidi-Alperlebnis, ist zwar noch nicht im kommenden Jahr vorgesehen, doch es bleibt ungewiss, welcher Widerstand sich dagegen noch bilden wird.

(red.)


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