Franz Hohler liebt die Sabotage der Wirklichkeit

Der Schriftsteller Franz Hohler offeriert seinen jungen Leserinnen und Lesern die ganze Welt (Archiv)
Der Schriftsteller Franz Hohler offeriert seinen jungen Leserinnen und Lesern die ganze Welt (Archiv) © Keystone/WALTER BIERI
Franz Hohlers Kindergeschichten haben oft kein Happy End. Das komme seinen Leserinnen und Lesern entgegen: “Meine Erfahrung ist, dass Kinder das Unglück, die Katastrophe lieben”, sagt der 73-jährige in Zürich lebende Autor.

Ein Buch über die Feuerwehr sei ein Hit bei Kindern. Oder über Vulkanausbrüche, betont Hohler im Gespräch mit dem “Sonntagsblick”. “Das Unglück stellt die Abweichung von der Normalität dar und ist interessanter als das Glück.” Deshalb lasse er manchmal etwas Verhängnisvolles stehen. “Eine Geschichte kann auch eine Warnung sein.”

Es sei ihm wichtig, die Welt als Ganzes abzubilden, “auch mögliche Gefahren und Tragödien”. Als Aufklärer allerdings sieht sich Hohler nicht. Wenn er eine pädagogische Grundabsicht habe, “dann diese: die Fantasie zu erhalten und anzuregen”. Ihm selber habe “die Sabotage der Wirklichkeit” immer gefallen.

(SDA)


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