Frau von verurteiltem Kunstberater Achenbach sucht Job und Wohnung

Dorothee Achenbach am Mittwoch in Düsseldorf. In "Meine Wäsche kennt jetzt jeder" berichtet sie von ihrem durch ihren Mann verursachten Absturz vom Reichtum in die Bedürftigkeit.
Dorothee Achenbach am Mittwoch in Düsseldorf. In "Meine Wäsche kennt jetzt jeder" berichtet sie von ihrem durch ihren Mann verursachten Absturz vom Reichtum in die Bedürftigkeit. © /dpa/Rolf Vennenbernd
Rund eineinhalb Jahre nach der Verhaftung des prominenten Kunstberaters Helge Achenbach sucht dessen Ehefrau Dorothee eine Wohnung und einen Job. Das verriet die studierte Kunsthistorikern am Mittwoch bei der Vorstellung ihres Buches “Meine Wäsche kennt jetzt jeder”.

“Ich weiss bis heute nicht, was am nächsten Tag kommt”, sagte sie. In ihrem Buch berichtet die zweifache Mutter über den Absturz aus dem Jetset in den Existenzkampf, nachdem ihr Mann wegen Millionenbetrugs ins Gefängnis kam und sein Firmenimperium zusammenbrach.

Natürlich sei sie “wütend” auf ihren Ehemann, der sie in diese Situation gebracht habe, sagte Dorothee Achenbach. “Nichts ist mehr so wie es war.” Ihrer Familie sei “der Boden unter den Füssen weggezogen” worden. Auf die Frage, ob sie weiter zu ihrem Mann stehe, sagte Achenbach, die seit 1996 verheiratet ist: “Ja, natürlich.”

Helge Achenbach war im März wegen Millionenbetrugs an reichen Kunden zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er soll zudem fast 20 Millionen Euro Schadenersatz zahlen. Sein Vermögen wurde gepfändet, seine Kunstsammlung zwangsversteigert.

(SDA)


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