Frauenfeld schafft Mietvelos wieder ab

Die Leihvelostation in Frauenfeld wird nicht besonders gut genutzt.
Die Leihvelostation in Frauenfeld wird nicht besonders gut genutzt. © Tagblatt, Reto Martin
Nur 85-mal wurde im Jahr 2014 ein Fahrrad ausgeliehen. Der Stadt Frauenfeld ist das zu wenig. Deshalb muss die Publibike-Station wieder weg.

Erst vor drei Jahren wurde das Angebot von Mietvelos eingeführt. Ab zwei Franken pro Stunde konnte ein Velo gemietet werden. Der ehemalige Frauenfelder Stadtammann, Carlo Parolari, war damals überzeugt, wo der Stadtbus nicht hinfahre, solle es nun die Beinarbeit richten. Am Dienstag wird die Anlage wieder abgebaut. Die Velos wurden kaum genutzt.

Mietvelos in der Westschweiz gefragter

In der Schweiz gibt es insgesamt 118 Stationen mit mehr als 1100 Velos. Das Angebot ist vor allem in grösseren Städten und in der Westschweiz erfolgreich.

Stadt kündigt Vertrag

Die Stadt bezahlte pro Jahr 9550 Franken an die Postauto Schweiz AG. Vor einem Jahr kündigte die Stadt den Vertrag. «Postauto wollte den Betrieb in diesem Jahr auf eigene Rechnung austesten», sagt Standortförderer Daniel Bauer gegenüber der Thurgauer Zeitung. Es habe sich offenbar gezeigt, dass der Bedarf zu klein gewesen sei.

Frauenfeld folgt Winterthur

Frauenfeld ist nicht die erste Stadt, in der eine Station abgebaut wird. Im Frühjahr wurde nach dem Ablauf der Testphase die Station am Bahnhof in Winterthur geschlossen. Dort hatte es durchschnittlich 50 Vermietungen pro Monat gegeben.


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