Für St.Gallen-Gegner GC läuft die Zeit der Findung ab

Carlos Bernegger will siegende Hoppers sehen
Carlos Bernegger will siegende Hoppers sehen © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Nach vier Runden der Super League sind die Grasshoppers noch sieglos. Im Heimspiel gegen St. Gallen vom Sonntag sollten die Zürcher gewinnen, wenn sie nicht länger am Tabelle verharren wollen.

Der grösste Druck und der grösste Zwang zu punkten lasten im ersten Teil der Meisterschaft nicht unerwartet auf den Grasshoppers, deren Trainer Carlos Bernegger nach wie vor zu bedenken gibt, dass die Findungsphase für die Mannschaft noch nicht abgeschlossen sei. «Ich muss immer noch etwas aufbauen, und gleichzeitig müssen wir Punkte holen», sagt der Schweiz-Argentinier. Der erste Sieg soll am Sonntag aus dem Heimspiel gegen St. Gallen herausschauen. Der FCSG wird jedoch mit den positiven Eindrücken aus dem clever herausgeholten 1:0-Sieg im Nachtragsspiel in Lugano anreisen. Die Ostschweizer spüren ihrerseits einen Druck. Nur mit einem Sieg können sie Anschluss an das Spitzentrio Basel/Zürich/YB halten.

Die Super-League-Spiele vom Sonntag in Detail:

Basel – Lugano (Direktbegegnungen der Saison 2016/17: 4:1, 2:2, 4:0, 2:2). – Anspielzeit: 16.00 Uhr. – SR Jaccottet. – Absenzen: Bua (verletzt) und Xhaka (krank); Jozinovic (verletzt), Padalino und Culina (beide rekonvaleszent). – Fraglich: Gaber; – . – Statistik: Den unbefriedigenden Auftritt beim 0:2 in Bern gegen YB hat der Meister verarbeitet, auch zur Erleichterung des neuen Trainers Raphael Wicky. Drei Siege mit je drei geschossenen Toren haben die Basler in ihren gewohnten, für die Gegner zermürbenden Rhythmus zurückgebracht. Demgegenüber war Luganos Saisonbeginn ein Auf und Ab. Die Statistik sagt aus, dass ein Sieg der Ticinesi in Basel eine Überraschung wäre. Nach dem 2:0-Sieg im August 2000 bezogen sie im St.-Jakob-Park lauter Niederlagen, sieben insgesamt.

Grasshoppers – St. Gallen (1:2, 2:2, 3:1, 1:4). – Anspielzeit: 16.00 Uhr. – SR Schnyder. – Absenzen: Basic, Brahimi und Djuricin (alle verletzt); Toko und Adonis Ajeti (beide verletzt). – Fraglich: Sigurjonsson; – . – Statistik: Dass GC nach den vielen Wechseln im nicht überragenden Kader am Schluss der Tabelle liegt, ist keine riesige Überraschung. Im Heimspiel gegen das wenig konstante St. Gallen müssten die Zürcher den ersten Vollerfolg hereinholen, wenn die Abstiegsgefahr keine Dauerbegleiterin werden soll. Der letzte Sieg des FCSG im Letzigrund gegen GC – ein 1:0 – geht auf den September 2013 zurück. Seither holten die St. Galler aus sieben Spielen bei GC nur zwei Punkte.

Sion – Luzern (2:2, 3:1, 0:0, 2:3). – Anspielzeit: 16.00 Uhr. – SR Schärer. – Absenzen: Carlitos, Mveng und Dimarco (alle verletzt); Arnold, Schindelholz, Lucas und Itten (alle verletzt). – Statistik: Die Mannschaften, die in der Qualifikation zur Europa League kläglich (Sion) oder weniger kläglich (Luzern) gescheitert sind, treffen sich unter unterschiedlichen Voraussetzungen. Sions neuer Trainer Paolo Tramezzani muss sich beim Präsidenten Christian Constantin für das Scheitern gegen den litauischen Nobody verantworten, aber auch für die 0:2-Niederlagen in St. Gallen und beim FCZ. Sion kann erstmals daheim antreten, nachdem die Arbeiten am Rasen im Tourbillon abgeschlossen worden sind. Luzerns blickt auf einen guten Start zurück. Die einzige Niederlage war jene in Basel.

Rangliste: 1. Zürich 5/11 (6:1). 2. Young Boys 5/10 (9:4). 3. Basel 4/9 (9:5). 4. Luzern 4/7 (6:5). 5. St. Gallen 4/7 (6:5). 6. Sion 4/6 (2:4). 7. Thun 5/6 (10:8). 8. Lugano 4/4 (3:4). 9. Grasshoppers 4/1 (4:11). 10. Lausanne-Sport 5/1 (7:15).

(SDA)


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