Für Juli Zeh ist das Schreiben so intim wie Sex

Sie ist eine Meisterin ihres Fachs  - und trotzdem ist ihr der Akt des Schreibens peinlich: die deutsche Autorin Juli Zeh. (Archivbild)
Sie ist eine Meisterin ihres Fachs - und trotzdem ist ihr der Akt des Schreibens peinlich: die deutsche Autorin Juli Zeh. (Archivbild) © Keystone/dpa/Kay Nietfeld
Für die deutsche Autorin Juli Zeh ist Schreiben eine intime Angelegenheit, bei der sie auf keinen Fall beobachtet werden will. “Vermutlich empfinde ich die gleiche Scham vor fremden Blicken wie andere Menschen beim Sex.”

“Schreiben ist mir peinlich”, sagte die 42-Jährige (“Unterleuten”) der Zeitschrift “Psychologie bringt dich weiter”. Sie drehe durch, wenn Menschen ihr dabei zuschauten.

Zeh ergänzte im Interview, sie habe nie für die Leser geschrieben, sondern immer nur für sich selbst. Trotzdem war es der studierten Juristin immer wichtig, von dem Beruf leben zu können. “Ich bin ein sehr bürgerlicher Mensch und habe ein grosses Sicherheitsbedürfnis. Ich wollte keine arme Poetin sein, die für die Kunst alles in Kauf nimmt.”

(SDA)


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