Für SVP-Vorstand sind sieben Personen in engerer Auswahl

Der Berner SVP-Nationalrat und Fraktionspräsident Adrian Amstutz (Archiv)
Der Berner SVP-Nationalrat und Fraktionspräsident Adrian Amstutz (Archiv) © KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Der Vorstand der SVP empfiehlt der Bundeshausfraktion, mit einem Dreierticket ins Bundesratsrennen zu gehen. Als mögliche Nachfolger von Eveline Widmer-Schlumpf stehen sieben Kandidaten aus allen drei Sprachregionen im Vordergrund.

Die Findungskommission empfiehlt der SVP-Fraktion die Kandidaturen von Thomas Aeschi (ZG), Heinz Brand (GR), Oskar Freysinger (VS), Norman Gobbi (TI), Guy Parmelin (VD), Albert Rösti (BE) und Res Schmid (NW) weiter zu verfolgen. Das gab Fraktionspräsident Adrian Amstutz (BE) am Montagabend vor den Bundeshausmedien in Bern bekannt. Zur Anhörung in der Fraktion seien aber weiterhin alle Kandidaten zugelassen.

Pro Sprachregion empfiehlt der Fraktionsvorstand eine Person aufzustellen. Einstimmig habe der Fraktionsvorstand zudem beschlossen, Ueli Maurer zur Wiederwahl zu empfehlen. Zuvor hatte die Findungskommission an einer ausserordentlichen Sitzung über die Ergebnisse ihrer Arbeit informiert. Am Freitag entscheidet die Fraktion definitiv, wen sie als Bundesratskandidaten nominiert.

Insgesamt waren bis vergangenen Freitag um Mitternacht elf SVP-Kandidaten für den frei werdenden Bundesratssitz nominiert worden: Acht Deutschschweizer, zwei Westschweizer und ein Tessiner wurden von ihren Kantonalparteien ins Spiel gebracht – oder meldeten sich gleich selbst bei der Findungskommission. Frauen waren keine dabei.

Bei den Kandidaten handelte es sich neben den sieben im Fokus stehenden Kandidaten um Thomas de Courten (BL), David Weiss (BL), Hannes Germann (SH) und Thomas Hurter (SH). Weiss habe seine Kandidatur am Montagmorgen zurückgezogen, sagte Amstutz.

Die Kandidaten wurden von der eigens eingesetzten Findungskommission geprüft. Um ein Debakel wie 2011 mit dem Fall Zuppiger zu verhindern, mussten sie unter anderem einen Strafregisterauszug vorlegen.

SVP-Parteipräsident Toni Brunner sagte jüngst in einem Interview, er wolle mit einem Dreierticket in die Wahlen gehen, mit je einem Kandidaten aus jeder Sprachregion. Die Fraktion ist nun diesem Vorschlag gefolgt.

Damit hat Gobbi ein Platz auf dem Ticket beinahe sicher, in der Romandie kommen nur Parmelin und Freysinger infrage, während die Deutschschweizer Kandidaten um einen Platz kämpfen müssen.

Das letzte Wort aber hat das Parlament – und dieses entscheidet sich nicht immer für den offiziellen Kandidaten, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt. Die SVP hat für diesen Fall aber vorgesorgt: Parteimitglieder, die entgegen dem Vorschlag der Fraktion die Wahl in den Bundesrat annehmen, werden laut Statuten ausgeschlossen.

(SDA)


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