Fussballfans zerstören Toiletten des FC Wil

Vandalen haben in den WC-Anlagen des FC Wil gewütet - ausgerechnet am Kids-Day.
Vandalen haben in den WC-Anlagen des FC Wil gewütet - ausgerechnet am Kids-Day. © zVg
Am Freitagabend organisierte der FC Wil den ersten Kids-Day und gewährte allen Zuschauern beim Heimspiel gegen Aarau Gratiseintritt auf den Stehplätzen. Die Fans der Aargauer bedankten sich mit Vandalismus auf der Toiletten-Anlage. Dabei handelt es sich um keinen Einzelfall.

St.Galler Tagblatt/Simon Dudle

Die Fans des FC Aarau machen eine schwierige Zeit durch. Hatte sich ihr Verein vor Saisonbeginn selbstbewusst als Aufstiegsaspirant bezeichnet, so liegen die Aargauer nach der 0:1-Niederlage im Bergholz nach Verlustpunkten gar hinter dem FC Wil, der zur Winterpause noch Tabellenletzter gewesen war.

Ihren Frust liessen die Fans des FC Aarau am Freitagabend beim Spiel in der Wiler IGP-Arena am Mobiliar der WC-Anlage aus. So manches wurde mutwillig zerstört, Türen ausgehängt, der Boden glich einem Schlachtfeld. Dabei hatten auch die Anhänger der Aarauer von Gratiseintritt profitiert. Der FC Wil organisierte an diesem Abend den ersten Kids-Day und lud um die 1000 Kinder mit ihren Eltern ans Spiel ein. Der Eintritt auf den Stehplätzen war frei. Dies zog fast 2200 Zuschauer an, womit der bisherige Saisonrekord von 1280 Fans deutlich überboten wurde.

Nicht das erste Mal

Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass der FC Wil nach einem aus sportlicher Optik nahezu bedeutungslosen Heimspiel die WCs instand stellen muss. Als Mitte Februar der FC Winterthur zu Gast war, habe es ähnlich ausgesehen, weiss Kurt Eigenmann, Leiter Organisation beim FC Wil. Er sagt: «Nach den Spielen gegen Aarau und Winterthur ist leider meistens etwas kaputt.»

Anzeige gegen Unbekannt wäre wohl chancenlos

Im konkreten Fall verzichtet der FC Wil auf juristische Schritte. Da die WCs nicht videoüberwacht sind, müsste er Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Die Erfolgschancen wären äusserst gering. Anders sieht es im Fall Winterthur aus, wo mittlerweile «zwei bis drei Personen bekannt sind». Ob der FC Wil so zu Schadenersatz kommt, ist allerdings ungewiss.

Dieser Artikel erschien am 17. März 2018 auf tagblatt.ch


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