Gardner mit Siegtreffer im 1000. NLA-Match

Ryan Gardner war zweifellos der Mann des Abends in Kloten
Ryan Gardner war zweifellos der Mann des Abends in Kloten © KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER
Fribourg-Gottéron macht mit einem 3:2-Auswärtssieg gegen die Kloten Flyers einen wichtigen Schritt in Richtung Playoffs. Matchwinner beim vierten Sieg in Serie ist Jubilar Ryan Gardner.Das Drehbuch ist beinahe schon kitschig. Das Game-Winning-Goal zum 3:2 erzielte in der 48.

Minute ausgerechnet Gardner, der seine 1000. Partie in der NLA bestritt, eine Marke, die neben ihm erst fünf Spieler erreicht haben. Es war ein typischer Treffer für den kanadisch-schweizerischen Doppelbürger, lenkte er doch vor dem Tor einen Schuss von Marc Abplanalp unhaltbar ab. Zuvor hatte Gardner in der laufenden Meisterschaft erst viermal getroffen. In der Endphase drückten die Klotener mächtig auf den Ausgleich. In der 58. Minute hatten sie Pech, als Denis Hollenstein den Puck mit dem Körper an die Latte lenkte. Allerdings passt dies zur Saison der Zürcher Unterländer.

Mit dem Sieg baute Fribourg den Vorsprung auf das neuntplatzierte Ambri-Piotta auf zwölf Punkte aus. Für die im Mitteldrittel klar überlegenen Flyers war die Niederlage im zweiten “wegweisenden” Spiel des Wochenendes ein herber Dämpfer. Sie verpassten es nach dem 3:1-Auswärtssieg gegen Ambri am Freitag, erstmals seit Mitte Oktober zwei Spiele hintereinander zu gewinnen und erlitten die vierte Heimniederlage in Serie. Kloten hätte mit drei Punkten Ambri und Bern überholt und den Sprung über den Strich geschafft.

Wer gedacht hatte, dass die beiden Teams angesichts der Wichtigkeit des Spiels vorsichtig beginnen würden, wurde eines Besseren belehrt. Das erste Drittel war höchst attraktiv und endete mit 2:2. Nachdem Jérémy Kamerzin die Gäste in der 5. Minute in Führung gebracht hatte, wendeten Vincent Praplan (9.) und Tommi Santala (15.) die Partie zwischenzeitlich mit zwei Powerplay-Toren. Für den erstaunlichen Praplan war es bereits der 14. Saisontreffer. In der 18. Minute glich Martin Réway ebenfalls in Überzahl zum 2:2 aus, wobei es wohl ein Eigentor von Lukas Frick war.

Kloten Flyers – Fribourg-Gottéron 2:3 (2:2, 0:0, 0:1)

4734 Zuschauer. – SR Eichmann/Koch, Kohler/Küng. – Tore: 5. Kamerzin (Schmutz, Neuenschwander) 0:1. 9. Praplan (Santala, Gustafsson/Ausschluss Schilt) 1:1. 15. Santala (Gustafsson, Hollenstein/Ausschlüsse Collenberg; Plüss, Rathgeb) 2:1. 18. Réway (Ellerby,Gardner/Ausschluss Schelling) 2:2. 48. Gardner (Abplanalp, Kamerzin) 2:3. – Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Schelling) gegen die Kloten Flyers, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. – PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Sprunger.

Kloten Flyers: Gerber; Frick, Gustafsson; Stoop, Back; Collenberg, Schelling; Praplan, Santala, Hollenstein; Leone, Sheppard, Kolarik; Guggisberg, Liniger, Bieber; Hasani, Kellenberger, Casutt; Lemm, Obrist.

Fribourg-Gottéron: Conz; Rathgeb, Ngoy; Ellerby, Schilt; Kamerzin, Abplanalp; Sprunger, Réway, Plüss; Mauldin, Gardner, Mottet; Neuenschwander, Schmutz, Salminen; Neukom, Rivera, Vauclair.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Olimb (überzähliger Ausländer), Harlacher und von Gunten. Fribourg-Gottéron ohne Bykow, Pouliot, Picard II und Fritsche (alle verletzt). – 1000. NLA-Spiel von Gardner. – Timeouts: Fribourg (32.), Kloten (59:36). – 58. Lattenschuss Hollenstein. – Kloten ab 57:40 ohne Goalie.

(SDA)


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