“Gaudino wird Everton mehr als nur ersetzen”

Gianluca Gaudino während dem Training des FC St.Gallens beim Gründenmoos.
Gianluca Gaudino während dem Training des FC St.Gallens beim Gründenmoos. © Tagblatt / Benjamin Manser
Die Rückrundenvorbereitung des FC St. Gallen läuft auf Hochtouren. Ob nach Gianluca Gaudino weitere Zugänge folgen, lässt der Club derzeit offen. Der Jungstar wird am Donnerstag offiziell vorgestellt. Der Livestream ab 13 Uhr auf FM1Today.

Der Transfer von Gianluca Gaudino ist fix. Am Donnerstag wird der Jungstar den Vertrag unterschrieben – und gleich der Öffentlichkeit vorgestellt. Viele Fans fragen sich aber, ob der Nachwuchsspieler den Kämpfer Everton ersetzen kann. FCSG-Mediensprecher Daniel Last hat keine Bedenken: Er sei sich bewusst, dass Everton der Publikumsliebling war, der um jeden Ball bedingungslos kämpfte und “wortwörtlich Gras frass”. Jedoch sei dieser Spielertyp in Zinnbauers System nicht “von grosser Bedeutung”.Mit Gaudino habe man einen sehr talentierten jungen Spieler verpflichtet, der bereits mehrfach in der Bundesliga auf dem Platz stand und sogar sein Champions-League-Debüt feiern durfte. “Gaudino ist zwar nicht so ein verbissener Kämpfer wie Everton, er hat jedoch Qualitäten in seinem Repertoire, die uns völlig überzeugen”, sagt der Mediensprecher. Dass er den FCSG nicht zur Meisterschaft schiessen könne, sei klar. “Wir sind überzeugt, dass er Everton mehr als nur ersetzen kann”, hält Last fest.

Ob die Espen sich weiter auf Einkaufstour begeben, lässt der Mediensprecher offen. “Wir müssen uns auf dem Transfermarkt so verhalten, wie es das Budget zulässt”, sagt er. Deshalb könne man pauschal nicht sagen, wie viele Transfers noch getätigt werden.” Einfach ausgedrückt, es müssten erst Abgänge erfolgen, bevor der FCSG neue Spieler verpflichten kann.”

Unterschiedliche Spielphilosophien

Beim FCSG geben auch die möglichen Abgänge zu reden. Einer der Unglücklichen ist Dejan Janjatovic. Für das St.Galler Tagblatt gilt der Mittelfeldmann bereits als sicherer Abgang. Last dazu: “Es ist schade. Janjatovic hat hervorragende Qualitäten, die er schon mehrfach unter Beweis stellen konnte.” Jedoch passen seine und Zinnbauers Philosophie nicht zusammen. Deshalb sei man bemüht, sowohl für Janjatovic als auch für die anderen “Unglücklichen” eine Lösung zu finden. Ansonsten werde der Spieler den jetzigen Vertrag bis im Sommer einhalten.

“Akzente setzen”

“Mit dem fünften Platz in den Winterschlaf zu gehen, ist eine sehr gute Ausgangslage”, antwortete Last auf die Frage, ob auf  Ende Saison ein Podestplatz realistisch sei. “Wir halten den Ball lieber flach, man muss die Sache realistisch betrachten”, sagt Last. Analysiere man den Kader des FC Basel, sehe man weshalb dieser sich seit Jahren fast konkurrenzlos durchsetzt. “Wir können mit dem FCB nicht mithalten, sind aber überzeugt, in der Rückrunde einige Akzente setzen zu können und für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.”

(fab)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen