GC erzwingt in den Schlussminuten 2:1-Sieg gegen Sion

Caio führt GC spät zum 2:1-Sieg gegen GC
Caio führt GC spät zum 2:1-Sieg gegen GC © KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER
GC erzwingt gegen Sion innerhalb von drei Minuten die Wende vom 0:1 zum 2:1-Erfolg. Topskorer Caio führt die Hoppers mit seinem sechsten Tor aus der Bredouille.

Am Tag nach dem deprimierenden 0:3 in Istanbul im Europa-League-Playoff gegen Fenerbahce räumte Pierluigi Tami in einem einem Interview mit der “NZZ” ein, “dass wir in einer schwierigen Phase sind”.

Dass sich die Lage nicht weiter verschärfte, verdankten die Hoppers einer beeindruckenden Wende im Finish innerhalb von drei Minuten. Joker Haris Tabakovic erzwang per Kopf den Ausgleich, ehe Caio mit dem 2:1 in der 87. Minute den aufgrund der zuvor unvorteilhaften Leistung kaum mehr für möglich gehaltenen Umschwung ermöglichte.

Lange deutete wenig auf ein Ende der drei Spiele umfassenden Negativserie hin. GC enttäuschte, den Stadtzürchern fehlte im Duell mit dem Tabellenletzten bis zum späten Effort nahezu alles zu einem Ausweg aus der ungemütlichen Situation. Den Gästen hatte ein einziger Konter zum vorübergehend maximalen Ertrag genügt. Dank Geoffrey Bia führten die Walliser, bis GC-Topskorer Caio mit seinem sechsten Tor das Drehbuch komplett zu Gunsten der Equipe von Tami veränderte.

Geldgeber, Präsident, Trainer ad interim. Christian Constantin führt den FC Sion nach Lust und Laune. Seit er sich von Didier Tholot getrennt hat, leitet der Klubpatron im Polo-Shirt auch die Trainingseinheiten der nicht ganz billigen Mannschaft. Für “CC” ist Erfolg keine Frage des Diploms, um (fehlende) Lizenzen sorgt sich der Sittener Alleinherrscher nicht.

Einfluss nimmt Constantin so oder so. Deshalb ist es angesichts seiner Prinzipien eigentlich nur konsequent, dass er sich bis zur Wahl der 38. Coaching-Lösung seit seinem Wiedereinstieg 2003 gleich selber als Hauptverantwortlicher auf die Bank setzte.

Dass sich seine Equipe in Zürich in der Schlussphase überaus naiv verhielt und sich innerhalb von drei Minuten den Sieg entreissen liess, wird das Selbstbewusstsein Constantins kaum schmälern.

Grasshoppers – Sion 2:1 (0:1)

4800 Zuschauer. – SR Schärer. – Tore: 16. Bia (Fernandes) 0:1. 84. Tabakovic (Lavanchy) 1:1. 87. Caio (Munsy) 2:1.

Grasshoppers: Vasic; Lavanchy, Bamert, Pnishi, Antonov; Basic, Källström; Caio, Brahimi (46. Munsy), Andersen (60. Gjorgjev); Kamberi (74. Tabakovic).

Sion: Mitrjuschkin; Lüchinger, Lacroix, Ziegler, Zverotic; Bia (53. Salatic), Mveng, Sierro, Akolo (60. Carlitos); Fernandes; Konaté (76. Gekas).

Bemerkungen: GC ohne Barthe (nicht im Aufgebot), Sion ohne Fickentscher, Mboyo, Boka, Pa Modou, Assifuah, Follonier, Ndoye, Cmelik (alle verletzt), Léo, Zeman (beide nicht im Aufgebot). 86. Pfostenschuss von Fernandes. Verwarnungen: 61. Salatic, 90. Mveng (beide Foul).

(SDA)


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