Geburtenrekord am Kantonsspital St.Gallen

In St.Gallen kommen derzeit besonders viele Babys zur Welt. (Symbolbild)
In St.Gallen kommen derzeit besonders viele Babys zur Welt. (Symbolbild) © Keystone/Gaëtan Bally
Babyboom in St.Gallen: In der Geburtenabteilung des Kantonsspitals St.Gallen kamen im laufenden Jahr bereits 1874 Kinder zur Welt. Seit 1970 gab es nie mehr so viele Neugeborene. 

Bis Mitte Dezember wurden 922 Mädchen und 952 Buben geboren. Das Kantonsspital St.Gallen (KSSG) erwartet bis Ende 2017 weitere 50 Babys, so dass mit insgesamt 1930 Neugeborenen gerechnet wird. «Eine solche Zahl haben wir am KSSG letztmals im Jahr 1970 registriert», sagt Mediensprecher Philipp Lutz, «damals waren es 1940 Babys». Besonders geburtenstarke Monate stellte das Ostschweizer Spital im Jahr 2017 nicht fest. «Das variiert stark», erklärt Lutz, «manchmal gibt es innert 24 Stunden zwölf Geburten, manchmal nur eine».

Weniger Kliniken in Region

Der Trend zeichnet sich schon länger ab: Seit 2004 nimmt die Anzahl Babys mit jedem Jahr zu. «Das liegt am Bevölkerungswachstum und daran, dass sich mehr junge Leute dazu entscheiden, eine Familie zu gründen», sagt Lutz. Das KSSG spüre ausserdem, dass es in der Region immer weniger Geburtskliniken gibt.

Fokus auf natürliche Geburt

Die Frauenklinik des Kantonsspitals St.Gallen wurde saniert. Die Gebär-Appartements wurden auf die gleiche Etage wie die Operationssäle verlegt, was die Sicherheit für werdende Mütter und ihre Säuglinge erhöht. Auch die Zimmer und das Ambulatorium wurden modernisiert. «Ein Schwerpunkt der Geburtshilfe des Kantonsspitals St.Gallen liegt auf der Förderung der natürlichen Geburt», heisst es in einer Mitteilung. Drei der sechs Gebär-Appartements verfügen über Gebärwannen. Auch das könnte zum Geburtenanstieg beigetragen haben.

(red.)


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