Gefängnis Sennhof soll verkauft werden

Die Strafanstalt Sennhof am bischöflichen Rebberg in der Altstadt von Chur.
Die Strafanstalt Sennhof am bischöflichen Rebberg in der Altstadt von Chur. © (KEYSTONE/Arno Balzarini)
Das Churer Gefängnis Sennhof wird ziemlich sicher ab 2019 geschlossen. Was daraus wird, ist noch offen. Vor allem will der Kanton mit dem Verkauf des Gebäudes einen möglichst grossen Gewinn erzielen. 

Die kantonale Justizvollzugsanstalt Sennhof soll umgenutzt werden. Der Kanton plant, das Gebäude in Chur ab 2019 nicht mehr als Gefängnis zu betreiben. Ein lokales Architekturbüro hat eine Machbarkeitsstudie ausgearbeitet. Diese Studie habe einige Möglichkeiten aufgezeigt, sagte Regierungsrat Mario Cavigelli zur “Südostschweiz“. Auch Studenten der Universität Liechtenstein haben sich Gedanken gemacht. Sie sehen Handwerksbetriebe, Kulturräume, Cafés, Büros oder eine Jugendherberge im Sennhof. Die BDP Chur schlägt einen Grossverteiler mit Parkhaus vor.

Auch wenn es diverse Möglichkeiten gibt, was mit dem Sennhof geschehen soll, so gilt es doch zu berücksichtigen, dass das Gebäude in der Churer Altstadt liegt und bauliche Massnahmen deshalb strengen Vorschriften sowie denkmalpflegerischen Auflagen unterliegen. So sind im Sennhof Teile der alten Stadtmauer enthalten, und es hat einen Turm – beide Elemente dürfen nicht abgerissen werden. Ziel ist laut dem Kanton, dass der Sennhof nach den baulichen Veränderungen der Stadt einen Mehrwert bietet.

Ziel ist aber auch, mit dem Verkauf des Sennhofs  an den Meistbietenden einen möglichst grossen Gewinn zu erzielen. Bereits hätten sich Interessenten gemeldet, wie Regierungsrat Mario Cavigelli der “Südostschweiz” sagte. Konkret sei aber noch nichts. Unter Druck steht der Kanton nicht. Erst 2018 wolle man aktiv eine Umnutzungsstrategie vorantreiben. (red)


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