Geiselnehmer nach Überfall in Nordfrankreich getötet

Grosseinsatz im nordfranzösischen Roubaix: Schwerstkriminelle wollen einen Bankdirektor als Geisel nehmen - der Plan misslingt.
Grosseinsatz im nordfranzösischen Roubaix: Schwerstkriminelle wollen einen Bankdirektor als Geisel nehmen - der Plan misslingt. © KEYSTONE/EPA/LAURENT DUBRULE
Die Polizei hat im nordfranzösischen Roubaix eine Geiselnahme beendet, dabei wurde ein Täter getötet. Einer sei festgenommen worden, weiteren Geiselnehmern sei aber die Flucht gelungen, sagte Staatsanwalt Frédéric Fèvre am Dienstagabend.

Die Männer hatten demnach eine Frau und zwei Kinder, ein Mädchen und ein elf Monate altes Baby, als Geiseln genommen. Die Geiseln seien alle in Sicherheit, bestätigte eine Sprecherin der Präfektur der Nachrichtenagentur dpa.

Es habe sich um die Tat einer schwerstkriminellen Bande gehandelt, aber nicht um einen Terrorakt, erklärte der Staatsanwalt. Nach ersten Erkenntnissen habe sich die Bande die Familie gezielt ausgesucht.

Zwei Täter hätten versucht, den Vater – ein Bankdirektor – in der Nähe seines Hauses als Geisel zu nehmen, um den Banktresor auszurauben. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP meldete, griffen dabei jedoch Polizisten ein, der Banker konnte flüchten.

Einer der Männer schoss daraufhin mit einer Kalaschnikow, mehrere von ihnen drangen ins Haus ein und verschanzten sich. Später konnten die Geiseln befreit werden, als eine Spezialeinheit das Haus stürmte. Dabei fand die Polizei die Leiche eines Geiselnehmers.

(SDA)


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