Geld sammeln für ein neues Leben

Freerider Dario Christen
Freerider Dario Christen © Familie Christen
Das Leben des 17-jährigen Dario Christen veränderte sich eine Woche vor Ostern komplett: Bei einem Salto über einen Kicker landete er auf dem Kopf. Die Diagnose: Querschnittslähmung. Von der Brust an abwärts ist er heute gelähmt. Der Arbeitgeber des Vaters, der Schweizerhof in Lenzerheide, möchte ihm nun ein neues Leben schenken.

“Wie einige von unseren Gästen mitbekommen haben, musste unser Team Ende der Saison leider auch einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen”, schreibt das Hotel Schweizerhof auf seiner Facebookseite. Sie als Gastgeber des Hotels Schweizerhof hätten zahlreiche Anfragen erhalten, wie man die Familie Christen unterstützen könnte. Daher hätten sie sich entschlossen, ein Spendenkonto einzurichten: “Zugunsten der Familie Christen, zur Deckung der horrenden Kosten, die auf die Familie zukommen werden”, heisst es weiter.

 

Als Dario Christen eine Woche vor Ostern mit dem Snowboard schwer stürzte, war er zusammen mit dem Sohn der Hotelbesitzer unterwegs. Kurz vor 15.00 Uhr verabschiedete sich dieser und Dario fuhr alleine weiter. Bei einem Sprung über einen Kicker konnte er diesen nicht stehen und schlug mit dem Kopf auf die Piste auf. Von diesem Zeitpunkt an war der leidenschaftliche Freerider, Downhiller und Taucher Tetraplegiker, von der Brust ab gelähmt. “Er kann zwar die Arme und Handgelenke bewegen, aber wie es weiter geht, das ist im Moment noch unklar”, sagt Irene Christen, die Mutter von Dario, gegenüber grheute.ch.

Im Moment ist Dario im Paraplegikerzentrum in Nottwil. Am 15. Dezember soll er wieder auf die Lenzerheide zurück kommen, in Nottwil werde er auf dieses Leben vorbereitet. Damit Dario wieder in den Alltag zurück findet, braucht er eine Wohnung, die auf seine Behinderung angepasst ist. Mit dem Geld, dass der Schweizerhof sammelt, soll er dies bekommen. “Die neue Wohnung soll gänzlich auf die Bedürfnisse von Dario eingerichtet werden”, sagt Claudia Züllig vom Schweizerhof. Im Moment werde mitten im Dorf ein Haus gebaut, dieses befände sich noch im Rohbau: “Alle Ausbauwünsche können noch angebracht werden.”

Dies könne er aber nur, wenn die Familie die nötigen finanziellen Mittel habe. Es ist klar, dass der 17-Jährige sein früheres Leben nicht gänzlich zurück bekommt. Trotzdem braucht er seine Freunde, seine vertraute Umgebung, das, was er kennt und liebt. Nur so könne er Schritt für Schritt wieder ins Leben zurück finden. Für die Mutter ist klar: “Es ist ein dauerndes Auf und Ab aber wir sind für ihn da. Wohin die Reise auch führt, wir nehmen jeden Tag, wie er kommt.”

Hier kann gespendet werden:

(abl)

 

 


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