Gelmi und Lopar top – Mathys & Janjatovic sackschwach

Morgen steigt der FCSG letztmals in diesem Jahr in die Hosen. Gegen Angstgegner Vaduz werden von der Zinnbauer-Elf ohne Wenn und Aber drei Punkte erwartet. Danach wird bilanziert. Wir sagen euch schon jetzt, wer die Gewinner und Verlierer bei den Grün-Weissen im Fussballjahr 2015 sind.

Joe Zinnbauer will sich im Vorfeld des Spiels gegen Kellerkind Vaduz nicht zum Fenster herauslehnen. “Wenn wir ein Unentschieden holen, dann halten wir wenigtens den Abstand nach unten. Aber natürlich steigen wir in dieses Spiel, um zu gewinnen”, so die zurückhaltende Kampfansage des deutschen FCSG-Trainers (siehe Video). Etwas mutiger ist FM1Today: Wir wagen schon vor dem letzten Hinrundenspiel einen Blick auf die wichtigsten, besten und schwächsten Köpfe des Espen-Fussballjahres.

Topspieler des Jahres:

Daniel Lopar. Wie wichtig kann ein Torwart für eine Mannschaft sein? Diese Antwort liefert Lopar mit starken Leistungen in praktisch jedem Spiel und ist daher eindeutig: unverzichtbar! Was “Lopi” zwischen den Pfosten zeigt, ist in den letzten Monaten oft einfach nur Weltklasse. Dabei musste er sich noch bis Mitte des Jahres mit Backup-Mann Herzog im Espen-Kasten abwechseln und wurde erst nach der Sommerpause wieder zur Stammkraft.

Aufsteiger des Jahres:

Ganz klar, Roy Gelmi. Der 20-jährige Innenverteidiger schaffte im Frühling aus dem Nichts den Sprung in die St. Galler Startformation. Dort hat er sich hartnäckig gehalten und ist unterdessen unumstrittener Stammspieler und gar schon Captain des Teams. Wir ziehen den Hut und sagen: Respekt!

Transferflop des Jahres:

Sandro Gotal. Gekommen, um Tore zu schiessen, aber praktisch nicht auf dem Rasen anzutreffen, weil oft verletzt. So kann der Österreicher die in ihn gesteckten Erwartungen natürlich nicht erfüllen.

Absteiger des Jahres:

Marco Mathys und Dejan Janjatovic. Es war ein ganz bitteres Jahr für die beiden ehemaligen Leistungsträger. Die Leistung auf dem Platz blieb aus, die Ersatzbank wurde zur Gewohnheit, wenn sie denn überhaupt auf dem Matchblatt stehen. Und ihre Position im Verein hat sich mit dem Trainerwechsel sicherlich nicht verbessert. Bleibt die Frage, wie gross die Geduld von Trainer Zinnbauer ist – und umgekehrt. Vermissen würde sie aktuell wohl praktisch niemand.

Rookie des Jahres:

Silvan Hefti. Keine Diskussion, das ist natürlich ein wenig doppelt gemoppelt, nur schon weil auch Roy Gelmi in diesem Jahr in der ersten Mannschaft debütierte. Aber Hefti ist ebenso ein Mann der Zukunft – und erst noch ein Ostschweizer. Das verdient Anerkennung. Gerade mal 18-jährig, lernwillig und mit dem Biss ausgestattet, in der Super League eine wichtige Rolle zu spielen.

Entscheidung des Jahres:

Jeff Saibene und sein Rücktritt. Dass der heutige Thun-Coach im September von sich aus den Hut nahm, verdient viel Respekt. Joe Zinnbauer konnte die einsetzende Abwärtsspirale des Teams stoppen und den FCSG im Tabellenmittelfeld stabilisieren. Die wirkliche Bestätigung für seine Arbeit kommt aber erst noch – nämlich spätestens dann, wenn er seine eigene Philosophien und Spielerwünsche vollständig einbringen kann.

So bilanziert Sportchef Christian Stübi das grün-weisse Fussballjahr:


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