Gelungener Start in 40. OpenAir St.Gallen

Die St.Galler Band Panda Lux trat am Freitag auf.
Die St.Galler Band Panda Lux trat am Freitag auf. © Dieter Mathis
Der Start in die 40. Ausgabe des OASG kann durchaus als gelungen bezeichnet werden. Die Nachtschwärmer verbrachten eine ruhige Nacht und 30‘000 Festivalbesucher einen warmen Einstimmungstag im ausverkauften Sittertobel. Zwischenfälle gab es keine.

Auf der Sternenbühne sorgten die jungen Engländer Nothing but Thieves für einen rockigen Einstieg ins Festival und die trotz grauen Haaren jugendlich-energiegeladenen Fettes Brot für einen ersten Stimmungshöhepunkt. Der amerikanische DJ Gramatik zog die Nachtschwärmer zum Abschluss nochmals in die Sternenbühne.

Auf der “Musig uf de Gass & Startrampe”-Bühne spielten die regionalen Bands Hopes & Venom, Europa, Neue Leichtigkeit, Jas Crew und Wassily vor einer immer grösser werdenden Menschentraube. Der neu geschaffene Bereich “Plaza” bot schon am ersten Abend die Möglichkeit, an einem atmosphärischen Platz mit liebevoll angebrachten Lichterketten und Dekorationen gemütlich zusammen zu kommen.

Die erste Nacht verlief laut offizieller Mitteilung friedlich und ohne Zwischenfälle. Das Cashless Payment sowie das Access Control System funktionierten zuverlässig und problemlos.

Deutsche Festivalgaranten

Am Freitag war das Line-up mit weiteren Höhepunkten, Geheimtipps und perfekten Festivalbands gespickt: Bevor die Headliner Casper und Deichkind auf der Sitterbühne Festivalstimmung und Energie versprühen konnten, sorgten Two Door Cinema Club dafür, dass auch am 40. OpenAir St.Gallen ordentlich getanzt wurde. Eröffnet wurde das Programm von der St.Galler Band Panda Lux, den Newcomern Wolf Alice und Years&Years.

Das Programm der Sternenbühne bot wie gewohnt Bands zum Entdecken, Geheimtipps und neue Lieblingsbands. Der blondgezopfte Romano übergab das Mikrofon dem hochgelobten australischen Singer-/Songwriter Matt Corby, gefolgt von den Senkrechtstartern X-Ambassadors. Patent Ochsner konnten einmal mehr mit ihrer unbändigen Spielfreude das Publikum um den Finger wickeln, bevor Ratatat für willkommen verschrobene Töne sorgte. Die Lokalmatadoren Bubble Beatz spielten am 40. OpenAir St.Gallen eines ihrer letzten Konzerte, den Abschluss auf der Sternenbühne bildete der französische Elektrokünstler Fakear.

Weitere musikalische Leckerbissen

Der Samstag bietet in musikalischer Hinsicht einen Mix aus lebhaften, ruhig-schwelgerischen und emotionalen Momenten. Auf der Sitterbühne blasen The Pullup Orchestra zum Auftakt, gefolgt vom soulig-kratzenden Blues von Rag’n’Bone Man und den schwelgerischen Liedern von Joris. Refused werden für energiegeladene Punkmomente sorgen und Annenmaykantereit bestätigen, dass sie wohlverdient von der Sternenbühne (2015) auf die Sitterbühne gehievt wurden.

Vorfreude auf Radiohead

Caribou stimmt die Indie-Electro-Fans auf den wohl am sehnlichsten erwarteten Auftritt der ganz grossen Wunschband ein. Radiohead werden ein zweistündiges Set spielen und damit ihre Vielseitigkeit und Innovation vorführen, die auch nach 30 Jahren Bandgeschichte nichts von ihrer Faszination eingebüsst haben.

Auf der kleinen Bühne legen die Schweizer The Chikitas mit rotzigem Gitarrenrock vor, der durch Adam Angst gleich weitergeführt wird. The Very Best könnten zu einem Festivalliebling werden mit ihrer sommerlich-leichten Mischung aus Dance- und Popmusik und traditioneller Musik aus Malawi.

Mit den Blossoms und Rhodes folgen nacheinander zwei junge Bands, die sich den grossen britischen Melodien und Songs verschrieben haben. Das charmante Schweizerisch-deutsche Duo Boy, die baskisch-englischen Crystal Fighters und die kolumbianischen Bomba Estéro bringen Pop-, World- und Dance-Element in die Zeltbühne, bevor Odesza mit einer Live-Show einen würdigen Tagesabschluss bieten werden.

Noch Sonntagstickets erhältlich

Jess Glynne hat ihren Auftritt am Sonntag abgesagt. Die Veranstalter haben jedoch schon einen schönen Ersatz gefunden: Tom Odell wird am Sonntag um 17 Uhr das Abschlusskonzert auf der Sternenbühne spielen.

Sonntagspässe gibt es nur noch über einen Kanal: Ab Sonntagmorgen, 9 Uhr, werden 300 Tickets am Welcome Desk Bahnhof Nord verkauft. Eine Onlinebestellung ist nicht mehr möglich. (red)

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