Genfer nutzen Konsternation der Luganesi

Luganos Stefan Ulmer (links) im Kampf mit Cody Almond
Luganos Stefan Ulmer (links) im Kampf mit Cody Almond © Keystone/KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU
15 Minuten lang dominiert Lugano die Partie gegen Genf-Servette. Dann wirft eine Tor-Doublette innerhalb von neun Sekunden alles über den Haufen. Am Ende siegt Servette 5:2.

1:0 führte Lugano nach der gelungenen Startphase und einem Überzahltor von Dario Bürgler (12.). Dann gelang Cody Almond für Servette der Ausgleich. Und bloss neun Sekunden später nützte Jim Slater die kollektive Konsternation der Luganesi zum Genfer Führungstor. Bei beiden Goals gab Daniel Manzato keine optimale Figur ab.

Aber nicht Luganos Goalie-Leistung warf Fragen auf. Vielmehr waren die Tessiner nach dem Doppelschlag nach 15 Minuten zu keiner Reaktion fähig. Vor einem Jahr mobbten Luganos Akteure im Herbst den nicht mehr geliebten Trainer Patrick Fischer mit miserablen Leistungen aus der Resega. Nun soll sich auch Doug Shedden, der letzte Saison Lugano vom letzten Platz in den Playoff-Final führte, mit einigen Tessiner Stars angelegt haben. Spielt Lugano bereits wieder gegen den Trainer? Drei der letzten vier Spiele gingen verloren, wobei das Star-Ensemble in diesen letzten vier Partien nur beim mickrigen 4:3-Erfolg über Langnau mehr als zwei Tore zu Stande brachten.

Am Samstag traf in der Resega für Lugano nur Bürgler. Aber auch sein zweiter Treffer nach 44 Minuten weckte keine neue Hoffnung mehr. Nur 30 Sekunden später gelang dem 28-jährigen Kanadier Nick Spaling sein erstes Nationalligator zum 5:2 für Servette.

Lugano – Genève-Servette 2:5 (1:2, 0:2, 1:1)

5450 Zuschauer. – SR Fischer/Kurmann, Abegglen/Kovacs. – Tore: 12. Bürgler (Damien Brunner/Ausschluss Jérémy Wick) 1:0. 15. (14:44) Almond (Traber) 1:1. 16. (15:03) Slater (Jérémy Wick, Vukovic) 1:2. 22. Jérémy Wick (Romy) 1:3. 31. Romy (Loeffel) 1:4. 45. (44:05) Bürgler (Sondell, Klasen/Ausschluss Rod) 2:4. 45. (44:35) Spaling (Jacquemet) 2:5. – Strafen: je 4mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Klasen; Rod.

Lugano: Manzato; Ryan Wilson, Hirschi; Philippe Furrer, Stefan Ulmer; Sondell, Sartori; Ronchetti; Klasen, Martensson, Damien Brunner; Gregory Hofmann, Morini, Bertaggia; Fazzini, Sannitz, Bürgler; Reuille, Gardner, Walker.

Genève-Servette: Mayer; Fransson, Jacquemet; Ehrhardt, Loeffel; Kast, Vukovic; Petschenig; Spaling, Almond, Rubin; Rod, Slater, Jérémy Wick; Riat, Romy, Schweri; Douay, Heinimann, Traber.

Bemerkungen: Lugano ohne Merzlikins, Julien Vauclair, Chiesa, Kparghai (alle verletzt) und Zackrisson (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Mercier, Eliot Antonietti, Santorelli und Simek (alle verletzt). Simek verletzte sich beim Warm-up. – Timeout Servette (54.).

(SDA)


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