Gentleman glaubt nicht mehr an Weltfrieden

Vor sechs Jahren performte Tilmann Otto alias Gentleman am Openair Festival St. Gallen (Archiv)
Vor sechs Jahren performte Tilmann Otto alias Gentleman am Openair Festival St. Gallen (Archiv) © Keystone/ENNIO LEANZA
Reggaestar Gentleman sieht seine Hoffnungen auf ein friedliches Zusammenleben in der Welt enttäuscht. “Anscheinend lernen wir nicht aus der Geschichte und wiederholen immer unsere Fehler”, so der 41-jährige Kölner.

“Ich glaube nicht mehr daran, dass wir alle in Frieden leben werden”, sagte der Reggaemusiker mit bürgerlichem Namen Tilmann Otto der Deutschen Presse-Agentur. Ausschlaggebend für seinen Pessimismus seien Fremdenhass und Terrorismus.

“Aber ich glaube daran, dass es immer zwei Seiten geben wird. Im Moment ist die eine Seite lauter, deswegen ist es wichtig, die Stimme zu erheben”, betonte Gentleman weiter. Probleme anzusprechen sei besser als sie totzuschweigen.

Den Spass am Leben will sich der Musiker nicht nehmen lassen. “Wenn wir resignieren und keine Musik mehr machen und wegen einer Bombendrohung nicht mehr zum Fussballspiel gehen und nicht mehr lachen, dann ist es vorbei.”

Gemeinsam mit Ky-Mani Marley, einem Sohn von Bob Marley, hat der 41-Jährige gerade das Album “Conversations” veröffentlicht.

(SDA)


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