Gérard Depardieu nennt Frankreich «Disneyland für Ausländer»

Gérard Depardieu macht seinem Ruf als polternder Querulant mal wieder alle Ehre. (Archivbild)
Gérard Depardieu macht seinem Ruf als polternder Querulant mal wieder alle Ehre. (Archivbild) © Keystone/EPA POOL/GUILLAUME HORCAJUELO
Gérard Depardieu hat erneut gegen sein Heimatland gewettert. Frankreich sei dabei, ein «Disneyland für Ausländer» zu werden, sagte der Schauspieler. Lobende Worte findet der 67-Jährige auch weiterhin für den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Als Franzose fühlt sich Neu-Russe Depardieu längst nicht mehr: «Ich bin ein Weltbürger. Frankreich droht, ein Disneyland für Ausländer zu werden, bevölkert von Dummköpfen, die Wein und Käse herstellen, der für die Touristen stinkt. Es gibt keine Freiheit mehr, die Leute sind manipuliert», sagte der Schauspieler am Donnerstag der italienischen Zeitung «Corriere della Sera».

Depardieu ging auch das heutige Kino scharf an: «Das Kino existiert nicht mehr», sagte er. «Die Leute sind von den Amerikanern terrorisiert und wissen nicht mehr, welche Sprache sie sprechen sollen.» Es gebe «zehn Stars, und alle sind Amerikaner». Deren «mit Spezialeffekten vollgepackte Filme» seien «Spiele, und das übrige Kino hat Probleme zu überleben».

Der Filmstar hatte Ende 2012 ein Haus in Belgien gekauft, um einem in Frankreich drohenden Spitzensteuersatz von 75 Prozent zu entkommen. Dafür wurde er in seiner Heimat heftig kritisiert. Er hat seitdem einen Wohnsitz in Russland und ist ein erklärter Bewunderer Putins. Dieser verlieh ihm 2013 die russische Staatsbürgerschaft.

(SDA)


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