Gilliéron: «Fans brauchen wahrscheinlich etwas Erziehung»

Peter Gilliéron findet deutliche Worte nach den Pfiffen gegen Haris Seferovic
Peter Gilliéron findet deutliche Worte nach den Pfiffen gegen Haris Seferovic © KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Am Tag nach dem erfolgreichen Abschluss der WM-Playoffs gegen Nordirland sprechen die Schweizer Strategen nochmals über die irritierenden Pfiffe gegen Haris Seferovic. Er habe menschlich auf die sonderbare öffentliche Behandlung von Seferovic reagiert, so Petkovic.

In der Kabine fand er am Sonntagabend seinen Topskorer in einem unschönen Zustand vor: «Er war enttäuscht und sehr betroffen.» Wie sehr ihm die Geringschätzung seines Stürmers missfiel, war auch tags darauf spürbar.

Vielleicht müsse man einen Teil der Zuschauer etwas erziehen, mutmasste der Selektionär. Er versuche, mit seiner Mannschaft bei jeder Gelegenheit Bodenständigkeit vorzuleben. «Wir sind eine kleine Nation, die viel erreichen will. Das sollte niemand vergessen. Während des Spiels sollte der Support vorrangig sein.»

Nachher sei eine kritische Aufarbeitung durchaus berechtigt, fuhr der Nationalcoach bei der Aufarbeitung der Reaktionen auf Seferovics Auswechslung fort. «Wir haben alle die Möglichkeit, uns zu steigern.» Petkovic ist guter Dinge, dass auch der eher negativ veranlagte Teil des Publikums künftig wieder positiv reagieren wird.

Wesentlich deutlicher äusserte sich Peter Gilliéron zum Thema: «Das Publikum der Nordiren hat gegen unser Publikum gewonnen.» Er habe schon oft erlebt, dass «die Schweizer Zuschauer nicht gerade die begeisterungsfähigsten sind». Der Verbandspräsident streifte seine übliche Diplomatie ab: «Sie brauchen wahrscheinlich etwas Erziehung.»

(SDA)


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