Gmelin und Doppelvierer wollen in den A-Final

Skifferin Jeannine Gmelin ist bereit für ihre Olympia-Premiere
Skifferin Jeannine Gmelin ist bereit für ihre Olympia-Premiere © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Die Skifferin Jeannine Gmelin und der Doppelvierer können im Optimalfall eine Medaille gewinnen. Beide Boote bestreiten am Samstag die Vorläufe.

Gmelin hat Mitte Juni mit dem 3. Rang beim Weltcup-Final in Poznan bewiesen, auf dem richtigen Weg zu sein. “Es ist eine Bestätigung, dass ich sehr vieles richtig gemacht habe und ich das Potenzial besitze, mit den besten Booten mitzufahren”, sagte die 26-jährige Zürcher Oberländerin.

Allerdings haben in Polen drei, vier Boote gefehlt, die auch aufs Podest hätten fahren können. Überhaupt ist das Niveau im Frauen-Einer in den letzten zwei Jahren extrem gestiegen und hat die Dichte zugenommen. “Ein Dutzend Boote sind sehr, sehr nah zusammen”, so Gmelin, die an der letztjährigen WM auf dem Lac d’Aiguebelette den 5. Rang belegte.

Die ersten zwei Plätze sind jedoch im Normalfall an die australische Weltmeisterin Kimberley Brennan und die Neuseeländerin Emma Twigg vergeben. Dahinter kann vieles passieren. Dennoch wäre für Gmelin der Einzig in den A-Final der besten sechs Boote eine “ziemliche Sensation”.

Auf die Frage, ob sie damit nicht etwas übertreibe, brachte sie das Beispiel von Twigg. Diese bestreitet ihre dritten Olympischen Spiele und stand bislang noch nie auf dem Podest. Beim ersten Mal wurde sie Neunte. Für Gmelin selbst ist Rio de Janeiro die Premiere.

Dazu kommen die schwierigen Bedingungen, die sich im Einer mehr auswirken als beim Vierer, da das Boot kleiner und leichter ist. “Mental beim Rennen dabei zu sein wird noch entscheidender sein als sonst”, erklärte Gmelin. Konkret geht es darum, nicht zu verzweifeln, wenn es nicht wie gewünscht läuft. Seitenwind sei das Anspruchsvollste, das man an Bedingungen haben könne, so Gmelin. Da stellt schon das Geradeausfahren eine grosse Herausforderung dar.

Der ebenfalls WM-Fünfter gewordene Doppelvierer blickt auf eine schwierige Saison zurück. Das Team konnte einzig beim 4. Rang am Weltcup-Final in der Stammbesetzung Barnabé Delarze, Roman Röösli, Augustin Maillefer und Nico Stahlberg rudern.

Delarze war zuvor wegen Rückenproblemen nicht einsatzfähig, und auch Maillefer musste eine Zeitlang wegen eines Handbruchs pausieren. In der nicht optimalen Ausgangslage sieht Röösli auch einen Vorteil: “Man konzentriert sich auf die diversen technischen Punkte und denkt nicht an das Rundherum. Man ist immer am Vorwärtsschauen und wird deshalb nicht so nervös.”

Die Erwartungshaltung ist deswegen nicht kleiner. “Alle machten physisch und auch technisch Fortschritte. Wir sind an einem besseren Punkt als im vergangenen Jahr”, sagte Röösli. Er ist sich aber bewusst, dass dies auch bei den anderen Booten der Fall ist. Insofern stellt der A-Final das primäre Ziel dar. “Es ist ein Platz zwischen zwei und acht möglich.”

Der Leichtgewichts-Doppelzweier in der Besetzung Michael Schmid und Daniel Wiederkehr träumt von einem Diplom (Top 8). Dafür müsste jedoch alles aufgehen.

(SDA)


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