Gölä würde Musikpreis Kinderspital spenden

Der Berner Mundartrocker Gölä am Samstag, 21. Juni 2014, am Musikfestival "Allmend Rockt" in der Swisspor Arena in Luzern (Archiv)
Der Berner Mundartrocker Gölä am Samstag, 21. Juni 2014, am Musikfestival "Allmend Rockt" in der Swisspor Arena in Luzern (Archiv) © Keystone/SIGI TISCHLER
Gölä ist überzeugt, dass er den Schweizer Musikpreis nie erhalten wird. Er habe als Büezer und Unternehmer alles selbst aufgebaut, sagt er. «Nicht so wie Sophie Hunger, die vom Staat aufgepäppelt wird.»

«Ich nehme keine Almosen», sagte der Berner Sänger Gölä (Marco Pfeuti) der «Zentralschweiz am Sonntag». Das heisse: «Ich würde den Musikpreis gern nehmen. Aber die 100’000 Franken würde ich mit denjenigen teilen, denen es wirklich beschissen geht.» Er würde das Geld zum Beispiel einem Kinderspital spenden, so der 48-Jährige.

Auch die Flüchtlinge haben sein Mitgefühl, wie Gölä beteuert. Aber die Frage sei eine andere: “Macht es Sinn, dass wir fremde Kulturen importieren?” Die Schweiz müsste zur Kenntnis nehmen, dass es Kulturen gebe, die rückständig seien. «Aber wir können vor Ort helfen, statt die Probleme zu importieren.»

Auch sonst läuft in der Schweiz einiges schief, ist der Sänger überzeugt. «Was mich heute stört, ist diese Gleichgültigkeit. Alles ist möglich, alles okay. Ob schwul, bisexuell, lesbisch oder sonst was.» Er habe zwar vom Vater immer mal wieder Schläge bekommen. «Das ist aber immer noch besser als heute, wo den Kindern keine Grenzen mehr gezeigt werden.»

Ob er in Amerika Donald Trump wählen würde, weiss Gölä nicht. Aber dass Trump sage «Americans First!», das gefalle ihm. Das möchte er auch von den Politikern in Bern hören. «Die Schweiz und die Schweizer zuerst!»

(SDA)


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