Rachedrama “The Revenant” ist grosser Gewinner der Golden Globes

Strahlend in Weiss: Golden-Globe-Anwärterin Alicia Vikander auf dem Roten Teppich in Beverly Hills.
Strahlend in Weiss: Golden-Globe-Anwärterin Alicia Vikander auf dem Roten Teppich in Beverly Hills. © KEYSTONE/AP Invision/JORDAN STRAUSS
“The Revenant – Der Rückkehrer” hat den Golden Globe als bestes Filmdrama gewonnen. Für den brutalen Rachethriller gab es in der Nacht zum Montag in Beverly Hills ausserdem zwei weitere Auszeichnungen.

Der Mexikaner Alejandro González Iñárritu wurde als bester Regisseur geehrt, Leonardo DiCaprio als bester Hauptdarsteller. Der 41-Jährige spielt in dem Werk einen Pelztierjäger, der in der verschneiten Wildnis ums Überleben kämpft. Es ist bereits die dritte vergoldete Weltkugel für den Hollywoodstar.

2014 wurde DiCaprio für die Finanzwelt-Satire “The Wolf of Wall Street” zum besten Komödien-Schauspieler gekürt. 2005 gewann er für seine Rolle in “Aviator” den Globe als Hauptdarsteller in einem Drama.

Zwei Preise gab es für “Der Marsianer – Rettet Mark Watney”: Das Weltraumepos von Regisseur Ridley Scott wurde als beste Filmkomödie geehrt. Matt Damon, der in dem Film die Hauptrolle spielt, wurde als bester Hauptdarsteller in einer Komödie ausgezeichnet.

Jennifer Lawrence holte sich zum dritten Mal in ihrer Karriere einen Golden Globe: Die 25-Jährige gewann für ihre Rolle in der Komödie “Joy – Alles ausser gewöhnlich” als beste Hauptdarstellerin. Sie hat bereits zwei Goldene Weltkugeln für “American Hustle” und “Silver Linings”.

Kate Winslet holte sogar schon die vierte Golden-Globe-Trophäe – als beste Nebendarstellerin in “Steve Jobs”. Das Drehbuch dazu schrieb Aaron Sorkin. Für ihn gab es den Preis für das beste Drehbuch.

Den Golden Globe als beste Schauspielerin in einem Drama gewann die US-amerikanische Schauspielerin Brie Larson. Sie holte die begehrte Trophäe mit ihrer Rolle in dem Mutter-Sohn-Drama “Room”. Es war ihre erste Nominierung für einen Golden Globe. In dem emotionalen Film des irischen Regisseurs Lenny Abrahamson spielt sie eine Mutter, die mit ihrem kleinen Sohn in einem Gartenhäuschen gefangen gehalten wird.

Sylvester Stallone wurde als bester Nebendarsteller für “Creed – Rocky’s Legacy” ausgezeichnet. Als bester Animationsfilm gewann “Alles steht Kopf” über das turbulente Innenleben eines Mädchens. Denzel Washington nahm den Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk entgegen. Der zweifache Oscar-Preisträger (“Glory”, “Training Day”) hatte für “Glory” (1989) und “Hurricane” (1999) bereits zwei Golden Globes gewonnen.

Zu den Gewinnern der Gala gehörte auch Sängerin Lady Gaga: Sie wurde für ihre Rolle in der TV-Miniserie “American Horror Story: Hotel” ausgezeichnet. Mr. Robot” wurde als beste Fernsehserie ausgezeichnet. Die von Sam Esmail entwickelte Serie erzählt von einem jungen Programmierer, der als Hacker arbeitet. Die erste Staffel wurde ab Juni 2015 auf dem Kabelsender USA Network ausgestrahlt.

Moderiert wurde die Show von dem britischen Komiker und Show-Gastgeber Ricky Gervais. Die Golden Globe Awards sind die wichtigsten Filmpreise nach den Oscars. Der Verband der Hollywood-Auslandspresse vergibt die Preise seit 1944 – in diesem Jahr zum 73. Mal. Über die Gewinner in unterschiedlichen Kategorien entscheidet eine Gruppe internationaler Journalisten, die in Hollywood arbeiten.

Die Nominierungen für die Oscars werden an diesem Donnerstag verkündet, die Preisverleihung geht Ende Februar über die Bühne.

Die Gewinner:

Bestes Filmdrama: – “The Revenant – Der Rückkehrer” (Regie: Alejandro González Iñárritu)
Beste Komödie/Musical: – “Der Marsianer – Rettet Mark Watney” (Regie: Ridley Scott)
Bester Schauspieler in einem Filmdrama: – Leonardo DiCaprio (“The Revenant – Der Rückkehrer”)
Beste Schauspielerin in einem Filmdrama: – Brie Larson (“Room”)
Bester Schauspieler in einer Komödie/Musical: – Matt Damon (“Der Marsianer – Rettet Mark Watney”)
Beste Schauspielerin in einer Komödie/Musical: – Jennifer Lawrence (“Joy – Alles ausser gewöhnlich”)
Bester Nebendarsteller – Sylvester Stallone (“Creed – Rocky’s Legacy”)
Beste Nebendarstellerin – Kate Winslet (“Steve Jobs”)
Beste Regie – Alejandro González Iñárritu (“The Revenant – Der Rückkehrer”)
Bestes Drehbuch – Aaron Sorkin (“Steve Jobs”)
Beste Filmmusik – Ennio Morricone für “The Hateful Eight”
Bester Filmsong – “Writing’s On The Wall” aus “James Bond 007 – Spectre”
Bester Animationsfilm – “Alles steht Kopf” (Regie: Pete Docter, Ronnie Del Carmen)
Bester nicht-englischsprachiger Film – “Son of Saul” (Ungarn, Regie: László Nemes)

(SDA)


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