«Gott und d’Wält» blickt zurück

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Das Jahr 2017 geht zu Ende. Auch die Radiosendung «Gott und d’Wält» blickt zurück auf die spannendsten Geschichten des Jahres, wie beispielsweise jene eines blinden Reisereporters oder einer Sexarbeiterin für Menschen mit einer Behinderung.

Viele interessante Menschen waren letztes Jahr zu Gast bei «Gott und d’Wält». Isabelle Kölbl ist eine davon. Sie arbeitet als Sexbegleiterin für Menschen mit einer Behinderung. Dabei geht es um viel mehr als nur Sex. «Das schönste an meiner Tätigkeit ist die Zusammenarbeit mit Menschen, die Intensität. Sexualität ist wie eine tiefere Form von Kommunikation.»

Vom Hetzer zum Helfer

Michael Beyerlein hetzte früher gegen Flüchtlinge. Heute ist er christlicher Flüchtlingshelfer. Wie kam es dazu? «Bei einem Besuch in einem Flüchtlingslager wurde mir bewusst, dass das Menschen sind, die mich gerne haben. Die haben alles mit mir geteilt.» Auch Fabienne aus St.Gallen hat diese Erfahrung gemacht. Sie war Anfang Jahr in einem Flüchtlingslager in Griechenland, um zu helfen. «Sie teilten alles und boten uns Tee an, obwohl sie selber nichts haben», berichtet sie.

Blinder Reisereporter

Einst sah Christoph Ammann. Doch seine Augenkrankheit wurde immer schlimmer. Heute ist er zu 99 Prozent blind. Trotzdem arbeitet er als Reisereporter bei der «Sonntagszeitung». Er ist überzeugt: Sein Handicap macht ihn zu einem besseren Journalisten. «Ich habe früher sehr gut gesehen und war ein äusserst optischer Mensch. Ich mache heute viel aus der Vorstellung heraus, sozusagen Copy-Paste.» Zudem hat er immer eine Begleitung dabei. Manchmal ist es eine seiner Töchter, manchmal seine Frau.

(red)


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