Grippewelle hält sich hartnäckig

Vor allem Kinder sind von der aktuellen Grippewelle betroffen.
Vor allem Kinder sind von der aktuellen Grippewelle betroffen. © iStock
Die Grippe ist dieses Jahr besonders hartnäckig. Kleinkinder werden das Virus zurzeit nicht los – und auch bei Schulkindern befindet sich die Anzahl Krankheitsfälle auf einem hohen Niveau. 

Den Höhepunkt erreichte die diesjährige Grippeepidemie Mitte Februar. Seither hat die Anzahl der erkrankten Personen gesamtschweizerisch zwar abgenommen, aber nur langsam. Im Tessin und in Graubünden zeigt die Aktivität der Grippe zum zweiten Mal in Folge eine steigende Tendenz. Babys und Kleinkinder  bis vier Jahre sind am stärksten von Neuerkrankungen betroffen. Und auch bei den Schulkindern zwischen fünf und 14 Jahren ist die Anzahl Krankheitsfälle nach wie vor auf hohem Niveau.

Stark Erkrankte werden hospitalisiert

Felix Fleisch, Leiter Infektiologie und Spitalhygiene am Kantonsspital Graubründen, spürt den Grippetrend: “Wir erleben immer noch relativ viele Grippefälle und hospitalisieren Personen mit starken Grippesymptomen.” Auch unter den Angestellten habe es vereinzelte Grippefälle gegeben. Viele hätten sich aber impfen lassen.

Längere Grippewelle als sonst

“Normalerweise dauert eine Grippewelle acht bis zehn Wochen. Dieses Jahr sind schon 13 Wochen vergangen, in denen wir uns über dem Schwellenwert befinden”, sagt Daniel Koch, Leiter der Abteilung “Übertragbare Krankheiten” beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Nach A-Viren, die für rote Nasen und erhöhte Körpertemperaturen gesorgt haben, liegen nun auch B-Viren in der Luft. Es sei aber nicht üblich, dass sonst gesunde Personen zwei Mal pro Saison an einer Grippe erkranken. Bald kann aufgeatmet werden: Wir haben die zwei Peaks voller A- und B-Viren überstanden – dann steht bald der Heuschnupfen an, der uns Kummer macht.

(red)


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