Grossbanken legen Klage wegen Zinsmanipulation bei – auch CS

Der CS-Sitz in Zürich: In den USA zahlte die Bank 50 Millionen Dollar, um einen Rechtsstreit wegen des Verdachts auf Zinsmanipulationen beizulegen. (Symbolbild)
Der CS-Sitz in Zürich: In den USA zahlte die Bank 50 Millionen Dollar, um einen Rechtsstreit wegen des Verdachts auf Zinsmanipulationen beizulegen. (Symbolbild) © KEYSTONE/WALTER BIERI
Sieben grosse Banken, unter ihnen die Credit Suisse, haben in den USA eine Klage wegen angeblicher Zinsmanipulationen mit Millionenzahlungen beigelegt. Die Klage gegen sieben weitere Grossbanken, darunter die UBS, läuft weiter.

Mehrere Pensionsfonds und Kommunen hatten insgesamt 14 Banken vorgeworfen, den Wettbewerb auf dem Markt für sogenannte Zinsswaps behindert zu haben. Sie sollen den viel beachteten Marktindex Isdafix jahrelang zu ihren Gunsten beeinflusst haben.

Die sieben Banken zahlen insgesamt 324 Millionen Dollar, wie am Dienstag bekannt wurde. JPMorgan zahlt 52 Millionen Dollar. Auf die Deutsche Bank, Bank of America, Credit Suisse und RBS entfallen jeweils 50 Millionen Dollar, Citigroup überweist 42 Millionen Dollar und Barclays entrichtet 30 Millionen Dollar. Der Vergleich muss von einem Gericht noch genehmigt werden.

Nach Angaben der Kläger dauert der Rechtsstreit mit BNP Paribas, Goldman Sachs, HSBC, Morgan Stanley, Nomura, UBS, Wells Fargo und ICAP an. BNP Paribas, HSBC, Morgan Stanley und UBS lehnten eine Stellungnahme ab. Von den anderen Banken, gegen die die Klage weiterläuft, war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Vor einem Bundesgericht in Manhattan sind noch zahlreiche weitere Klagen wegen angeblicher Manipulationen von Zinsen, Wertpapier- oder Rohstoffpreisen anhängig.

(SDA)


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