Grosse Ausbaupläne der Elektrizität- und Trinkwasserleitungen in Gossau

Der Stadtkern von Gossau aus der Luft fotografiert.
Der Stadtkern von Gossau aus der Luft fotografiert. © www.stadtgossau.ch
Die Stadt Gossau will für neue Leitungen für Elektrizität und Trinkwasser sowie die Erneuerung einer Kanalisation 1,1 Millionen Franken ausgeben. Dieser Entscheid kommt kurz nach der Bekanntgabe einer Erhöhung des Trinkwasserpreises um 20 Rappen.

Ende August hat die Stadt Gossau bekanntgegeben, dass die Gossauerinnen und Gossauer im neuen Jahr mehr für ihr Trinkwasser bezahlen müssen. Der Preis für 1000 Liter steigt um 20 Rappen auf 2.00 Franken. Für den Einzelnen steigen die Ausgaben für Trinkwasser damit pro Jahr um rund 10 auf 103 Franken – bei einem durchschnittlichen Verbrauch von täglich etwa 142 Litern.

Nun plant Gossau die Erneuerung der Kanalisation in der Lerchenstrasse sowie neue Elekrizität- und Trinkwasserleitungen. Laut Mitteilung der Stadt weist die Kanalisation in der Lerchenstrasse teilweise eine ungenügende Kapazität auf.

Diverse Arbeiten geplant

Geplant ist eine Vergrösserung der Kanalisation. Ausserdem soll die Durchflusskapazität verdoppelt werden. Deshalb müssten auch grössere Kontrollschächte erstellt werden. Die Möglichkeiten für eine Energierückgewinnung aus dem Abwasser seien nicht gegeben.

Zudem würden die Stadtwerke das Niederspannungsnetz erneuern. Künftig sind die Liegenschaften einzeln und nicht mehr über eine Stammleitung erschlossen, wodurch die Versorgungssicherheit steigt. Ebenfalls werden die Stadtwerke gewisse Vorarbeiten für das Glasfasernetz ausführen. Die Gussleitungen für das Trinkwasser sind 55 Jahre alt und sollen nun durch Kunststoffrohre ersetzt werden.

Kosten von über einer Million Franken

Kein Handlungsbedarf bestehe beim Erdgasnetz. Die Bauarbeiten würden allerdings eine ideale Möglichkeit für Grundeigentümer im Bauabschnitt bieten, welche ihre Liegenschaft an das Erdgasnetz anschliessen möchten, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Stadt Gossau schätzt die gesamten Kosten auf 1,1 Millionen Franken. Der Stadtrat unterbreitet dem Parlament einen entsprechenden Kreditantrag. Der Kreditbeschluss des Parlaments untersteht dem fakultativen Referendum.

(red/uli)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen