Gründer von Swiss Space Systems nimmt erstmals zu Finanzen Stellung

Gründer von Swiss Space Systems nimmt erstmals zu Finanzen Stellung
© KEYSTONE/SANDRO CAMPARDO
Der Gründer des Unternehmens Swiss Space Systems (S3), Pascal Jaussi, hat erstmals Stellung zu den Berichten über die Finanzen des Unternehmens genommen. Von den schweren Brandverletzungen erholt er sich langsam.

Der rätselhafte Fall um den Unternehmer hatte diese Woche in der ganzen Schweiz für Schlagzeilen gesorgt. Er erlitt am 26. August in einem Auto in einem Wald bei Aumont FR schwere Brandverletzungen und gab an, dass er bedroht und mit brennbarer Flüssigkeit übergossen worden sei.

Die Freiburger Untersuchungsbehörden eröffneten in der Folge eine Strafuntersuchung gegen Unbekannt wegen Brandstiftung und Körperverletzung. Zu den Hintergründen und Motiven der Tat machte die Freiburger Staatsanwaltschaft bislang keine Angaben.

Von den schweren Brandverletzungen erhole er sich Schritt für Schritt, teilte das Unternehmen Swiss Space Systems in der Nacht auf Samstag mit. Pascal Jaussi dankte darin dem medizinischen Personal des Universitätsspitals von Lausanne (CHUV) für die Behandlung.

Zugleich nahm er Stellung zu verschiedenen Medienberichten zu der angespannten Finanzlage des Unternehmens. Dieses bestehe aus der Swiss Space Systems Holding sowie drei Gesellschaften in der Schweiz und drei weiteren im Ausland, hiess es in der Medienmitteilung des Unternehmens, dessen Sitz sich am Flugplatz Payerne VD befindet.

Nach einer Kapitalbeschaffung verfüge die Tochtergesellschaft S3 Solotions AG über eine Finanzierung von 29 Millionen Franken, hielt das Unternehmen fest. Ein Teil dieses Kapitals solle nun zur Holding transferiert werden, um ausstehende Gläubigerforderungen zu begleichen.

Dafür verlangt die Gesellschaft einen Aufschub des Konkurses, um die Betreibungen auszusetzen und Zeit zu erhalten, das Kapital der Holding aufzustocken, um die Gläubiger zu bezahlen. Bezüglich der ambitionierten Raumfahrtpläne gibt sich die Firma zuversichtlich.

Derzeit werde der Airbus A340 gewartet und bis Ende September in die Farben von S3 und der Sponsoren getaucht. Swiss Space Systems wird zunächst Parabelflüge anbieten, in denen zahlende Kunden die Schwerelosigkeit erfahren können.

Später soll das Flugzeug auf dem Rumpf ein Shuttle bis in 10’000 Meter über Meer tragen, worauf die Raumfähre aus eigener Kraft bis in das Weltall vorstösst und kleine Satelliten in die Erdumlaufbahn schickt. Das Unternehmen preist die Lösung als besonders günstig an.

(SDA)


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