Grünes Licht für ersten Elektro-Porsche

Porsche gibt es in Zukunft auch als Elektro-Sportwagen (Symbolbild).
Porsche gibt es in Zukunft auch als Elektro-Sportwagen (Symbolbild). © KEYSTONE/EPA/BOB RIHA JR
Die VW-Töchter Porsche und Audi wollen wieder mit guten Nachrichten punkten. Porsche bringt einen Elektro-Sportwagen auf die Strasse. Und bei den Bayern führt der neue VW-Chef nun auch den Aufsichtsrat.

Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche verwirklicht seine Pläne für einen PS-starken Elektro-Sportwagen. Der Aufsichtsrat der VW-Tochter gab am Freitag grünes Licht für die damit verbundenen Investitionen von 700 Millionen Euro am Stammsitz Stuttgart-Zuffenhausen.

Die Konzernschwester Audi, die Porsche mit einer in den USA verbotenen Abgas-Software belieferte, will unterdessen die Aufarbeitung der Affäre im eigenen Haus vorantreiben. Im Volkswagen-Konzern soll der Stahl-Manager Karlheinz Blessing neuer Personalvorstand werden.

Im Porsche-Stammwerk sollen über 1000 neue Arbeitsplätze entstehen. Eine Lackiererei und Montagehalle werden gebaut. Das bestehende Motorenwerk wird erweitert für die “Mission E”, wie Porsche das Vorhaben nennt.

Der Bau des 600 PS starken Sportwagen-Viertürers soll Ende dieses Jahrzehnts starten, der Wagen soll eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern haben. “Wir nehmen die Herausforderung der Elektromobilität konsequent an”, sagte Porsche-Chef Oliver Blume.

Der Preis für das Fahrzeug ist noch unklar. In Branchenkreisen wird geschätzt, dass sich Porsche am US-Konkurrenten Tesla orientiert und dass der Stuttgarter Elektrobolide gut 100’000 Euro kosten werde.

Personalien

Der Aufsichtsrat bewilligte zudem eine Vorstandspersonalie: Der bisherige VW-Manager Albrecht Reimold wird neuer Porsche-Vorstand für Produktion und Logistik. Bei der Konzernmutter Volkswagen leitete der 54-Jährige zuvor das Werk in Bratislava, wo unter anderem die Karosserie für den Porsche-Geländewagen Cayenne hergestellt wird.

Porsche hatte die “Mission E” bereits im September auf der Automesse IAA in Frankfurt/Main vorgestellt – damit das Vorhaben verwirklicht wird, bedurfte es aber der Zustimmung des Aufsichtsrats. Die kam nun.

Derweil zieht nach der Mutter VW nun auch Audi Konsequenzen aus dem Abgas-Skandal. Volkswagen-Chef Matthias Müller übernahm den Vorsitz im Aufsichtsrat der Oberklassen-Marke.

(SDA)


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