Grund für TGV-Unglück in Frankreich war falsches Bremsen

Der Test-TGV im Elsass entgleiste und fiel von einer Brücke - der Zug war zu schnell unterwegs, wurde zu spät gebremst und im Führerstand hielten sich zu viele Personen auf. (Archiv)
Der Test-TGV im Elsass entgleiste und fiel von einer Brücke - der Zug war zu schnell unterwegs, wurde zu spät gebremst und im Führerstand hielten sich zu viele Personen auf. (Archiv) © KEYSTONE/EPA L'ALSACE / MAXPPP/JEAN MARC LOOS
Das tödliche Unglück eines französischen TGV-Testschnellzugs ist nach Angaben der staatlichen Bahngesellschaft SNCF durch falsches Bremsen verursacht worden. Der Zug sei “zu spät” gebremst worden.

Deshalb sei er bei einer Geschwindigkeit von 243 Stundenkilometern entgleist sei, sagten Vertreter der SNCF am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Ausserdem hätten sich bei dem Unglück am Samstag sieben statt der erlaubten vier Menschen im Führerstand aufgehalten.

Beim Wechsel von der Hochgeschwindigkeitstrasse auf die traditionelle Bahntrasse sei der Zug mit 265 Stundenkilometern statt mit 176 Stundenkilometern unterwegs gewesen, teilte die SNCF mit.

Bei dem Zugunglück waren elf Menschen ums Leben gekommen, 42 weitere wurden verletzt. Unter den Verletzten waren vier Kinder. Insgesamt sassen bei der Testfahrt 53 Menschen in dem TGV.

Weshalb sich auch Kinder im Zug befanden, sei derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen, ebenso die Frage, weshalb das Führerhaus überbelegt war, erklärte die SNCF. Sie kündigte zudem Disziplinarmassnahmen und Sanktionen gegen die Verantwortlichen an, “sobald es die Ermittlungen erlauben”.

Das TGV-Unglück war das schwerste seit Inbetriebnahme des Hochgeschwindigkeitszugs im Jahr 1981. Der Zug entgleiste nördlich von Strassburg bei Eckwersheim im Elsass.

Bereits am Wochenende hatte sich die SNCF erstaunt über die Anwesenheit von Kindern gezeigt. “Ein Testzug ist ein Testzug”, hatte Konzernchef Guillaume Pepy gesagt.

(SDA)


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