Guggen-Zwang soll Fasnacht retten

Die Riethüsli-Gugge am diesjährigen Tschätteri-Umzug in Altstätten.
Die Riethüsli-Gugge am diesjährigen Tschätteri-Umzug in Altstätten. © Tagblatt
Während im Rheintal und im Appenzellerland die Hölle los ist, ist die Stadt St.Gallen am Fasnachtssamstag fast menschenleer. Jetzt sollen Guggen verpflichtet werden, Stimmung zu machen. 

«Früher haben wir mit unseren Grosskindern getanzt und die Guggen haben für Unterhaltung gesorgt. Heute kann man nur noch in den Beizen hocken», sagt eine St.Galler Fasnächtlerin gegenüber TVO. «Kommt wieder öfter an die Fasnacht!», findet ein anderer Fan der fünften Jahreszeit.

«In Altstätten gibt es andere Feste»

Seit ein paar Jahren fällt auf: In St.Gallen interessieren sich – trotz Föbü-Verschuss mit prominentem Auflauf – nur noch wenige für die Fasnacht. Auch die Guggenmusiken bleiben fern. Die Riethüsli-Gugge ging fremd und feierte in Altstätten, wie Präsidentin Jasmin Kunz zugibt: «In Altstätten, Appenzell oder auch in Chur gibt es ganz andere Feste.» Ihre Gruppe trauere der St.Galler Fasnacht nach.

Guggen zum Auftritt verpflichten

Andreas Jacob, Präsident der Vereinigten Guggen St.Gallen, will die St.Galler Fasnacht retten. Seine Idee: Guggen verpflichten, am Samstag beim Verschuss des Ehrenfödlebürgers aufzutreten. «Die 30 Mitglieder werden alle sechs Jahre verpflichtet. Das sollte man schon noch schaffen.»

Was die Guggen von diesem «Zwang» halten, erfährst du im Video:

(red.)


Newsletter abonnieren
1Kommentar
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel