Gute US-Konjunkturdaten erhöhen Wahrscheinlichkeit für Zinswende

Wal-Mart Supercenter in Springdale, Arkansas: Die Preise für die amerikanischen Konsumenten haben im November stärker angezogen als erwartet - ein Zinsschritt der US-Notenbank rückt damit näher (Archiv).
Wal-Mart Supercenter in Springdale, Arkansas: Die Preise für die amerikanischen Konsumenten haben im November stärker angezogen als erwartet - ein Zinsschritt der US-Notenbank rückt damit näher (Archiv). © KEYSTONE/AP/DANNY JOHNSTON
Die Inflation in den USA zieht stärker an als erwartet. Auch aus dem Bundesstaat New York kommen ermutigende Konjunkturdaten. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Fed am morgigen Mittwoch die Zinswende wagt.

Die Konsumentenpreise in den USA kletterten im November zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington am Dienstag mitteilte. Experten hatten lediglich eine Zunahme um 0,4 Prozent erwartet. Die sogenannte Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, lag um 2,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Laut den Experten der VP Bank ist eine Kerninflation von 2 Prozent eine gute Vorlage für eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend. In Anbetracht der in den vergangenen Tagen gefallenen Ölpreise bleibe die Zahl aber nur eine Momentaufnahme, schreibt die Bank in einer Spotanalyse am Dienstag. Die US-Notenbank könnte sich demnach nach einer ersten Zinsanhebung Zeit lassen. Die niedrigen Energiepreise sprächen gegen ein aggressives Vorgehen der US-Notenbank, heisst es.

Wie am Dienstag weiter bekannt wurde, schlägt sich auch die Industrie in der Schlüsselregion New York besser als erwartet. Das Barometer für das Geschäftsklima der Unternehmen kletterte im Dezember auf minus 4,59 Punkte von minus 10,74 Zählern im Vormonat, wie der regionale Ableger der US-Notenbank Fed mitteilte.

Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg auf minus 6,0 Punkte gerechnet. Die Unternehmen schätzen ihre Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate so gut ein wie seit Jahresbeginn nicht mehr. Auch die aktuelle Lage wurde besser bewertet.

(SDA)


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