Haarausfall: Klage gegen L’Oreal

Seit vielen Jahren werben Schauspielerinnen und Models für L'Oreal.
Seit vielen Jahren werben Schauspielerinnen und Models für L'Oreal. © AP
Der französische Kosmetikkonzern L’Oreal ist in den USA auf Schadenersatz in Millionenhöhe geklagt worden. Der Grund: ein Glättungsmittel würde die Haare von afroamerikanischen Kundinnen nicht wie versprochen «voller und seidiger» machen, sondern zu Haarausfall führen.

Der Sammelklage hätten sich bereits 100’000 Betroffene angeschlossen, sagte der Anwalt klagenden Betroffenen. Die Kundinnen verlangten eine Entschädigung in Höhe von mindestens fünf Millionen Dollar. Die Anwendung des Mittels der Marke Softsheen-Carson habe zu «verstörenden und besorgniserregenden Verletzungen wie Haarausfall, Blasen und Verbrennungen» geführt, heisst es in der am Mittwoch in Kalifornien eingereichten Klageschrift. Der zuständige Anwalt Meiselas sagte, er strebe einen Vergleich mit L’Oreal an: «Es liegt an ihnen, ein Gerichtsverfahren zu vermeiden.»

Kein Kommentar von L’Oreal

Der Kosmetikkonzern erklärte, er wisse von einer Klage zweier Kundinnen vor US-Gerichten wegen des Glättungsmittels Optimum Amla Legend von Softsheen Carson. Glättungsmittel seien «technische Produkte», die laut Gebrauchsanweisung anzuwenden seien. Laufende Klagen würde L’Oreal nicht kommentieren.

L’Oreal wirbt für das Produkt mit dem Inhaltsstoff Amla-Öl, gewonnen aus der Frucht der Amla – das auch als indische Stachelbeere bekannt ist. In der Klageschrift heisst es, das Mittel enthalte «kaum Amla-Öl», sondern stattdessen «eine gefährliche Mischung aus stark reizenden und potenziell giftigen Mitteln».

(red)


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