Halfpipe-Final mit 3 Schweizern, aber ohne Podladtchikov

Erwischte in Laax einen schlechten Tag und verpasste den Halfpipe-Final: Olympiasieger Iouri Podladtchikov
Erwischte in Laax einen schlechten Tag und verpasste den Halfpipe-Final: Olympiasieger Iouri Podladtchikov © MARCEL LÄMMERHIRT/LAAX OPEN
Drei Schweizer Halfpipe-Fahrer stehen im Final des Laax Open vom Freitag. Nicht zu diesem Trio gehört der als einer der Favoriten gestartete Iouri Podladtchikov. Podladtchikov erlebte in der weltweit grössten Halfpipe einen Tag zum Vergessen.

In seinem ersten Halbfinal-Lauf setzte er nach dem vierten Sprung mit dem Gesäss im Schnee auf, im zweiten stürzte der Zürcher nach dem zweiten Sprung über die Oberkante der Pipe. Die Fahrweise des Olympiasiegers war in Anbetracht der etwas schwierigen Wetter -und Sichtverhältnisse – im flachen Bereich zwischen den Wänden lag Neuschnee, dazu herrschte Nebel auf dem Crap Sogn Gion – wohl zu wenig aggressiv.

Podladtchikov war in Laax, dem einzigen wettkampfmässigen Auftritt im eigenen Land in diesem Winter, seit 2007 stets in den Top 4 klassiert gewesen. Dreimal (2012, 2014 und 2015) stand er zuoberst auf dem Podest.

Im Rennen um den Siegercheck von 75’000 Dollar werden drei Schweizer mitmischen. Christian Haller und David Hablützel als Zweite des jeweiligen Heats qualifizierten sich problemlos für den Final der Top 12. Mit Pat Burgener, der wieder voll auf die Disziplin Halfpipe setzt, schaffte ein Dritter den Cut. Der Walliser realisierte die zweitbeste Punktzahl aller nicht direkt qualifizierten Fahrer.

Zum Kräftemessen mit seinem “ewigen” sportlichen Konkurrenten Shaun White kam es für Podlatchikov nicht. Der am Sonntag wegen eines Todesfalls in der Familie wieder in die USA zurückgereiste Superstar trat am Mittwoch nicht an und wird es auch im weiteren Verlauf der Woche nicht tun. Der zweifache Olympiasieger hatte sich erkundigt, ob es eine Möglichkeit gäbe, “einzusteigen” – mit dem Zusatz, darauf zu verzichten, “falls auch nur ansatzweise daran gezweifelt wird”. Die Laaxer Organisatoren nahmen daraufhin Rücksprache mit einigen erfahrenen Coaches. Der Schweizer Trainer Pepe Regazzi sprach dann aus, was andere ebenfalls dachten: “Die Glaubwürdigkeit des Anlasses hätte darunter gelitten.”

(SDA)


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