Happy Birthday «Zelli»

Von Stephanie Martina
Er hat sich in die Herzen einer ganzen Region gespielt: Marc Zellweger
Er hat sich in die Herzen einer ganzen Region gespielt: Marc Zellweger © Keystone/Ennio Leanza
Inoffiziell gehört der 17. Oktober in die Vereinschronik des FC St.Gallen. Denn an diesem Tag feiert St.Gallens Kultfigur Marc Zellweger Geburtstag – heute seinen 44. Zu Zellis Ehrentag gibt es hier 17 Fakten über die Nummer 17.

1. Immer noch die Nummer 17

Bis heute ist die Nummer 17 die seine. Denn seit Marc Zellweger am 13. Mai 2010 seine Karriere in der Super League beendete, hat der FC St.Gallen das Trikot mit der Nummer 17 nicht wieder vergeben.

Zellis Shirt erhielt lange Zeit einen Ehrenplatz unter dem Stadiondach des Kybunparks

Zellis Shirt erhielt lange Zeit einen Ehrenplatz unter dem Stadiondach des Kybunparks (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

2. Verteidiger-Goalie

Am 22. Februar 2004 wurde St.Gallens Torhüter Stefano Razzetti nach einem Foulspiel an einem Spieler der Young Boys vom Platz gestellt. Weil Trainer Heinz Peischl sein Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte, musste ein Feldspieler zwischen die Pfosten: Die Wahl fiel auf Marc Zellweger. Zelli zog sich die Handschuhe an und hielt den Penalty von Gürkan Sermeter. In einem legendären Interview sagte er nach dem Spiel: «Ich kann nur in den rechten Ecken springen, also sprang ich in den rechten.»

3. Offizieller Legendenstatus

In einer Online-Abstimmung haben die Anhänger des FC St.Gallen Marc Zellweger im vergangenen Herbst zur FCSG-Legende gewählt. Er erhielt 48 Prozent der Stimmen und setzte sich gegenüber Charles Amoah (27 Prozent) sowie Ivan Zamorano (25 Prozent) deutlich durch.

4. Meister der Eigentore

Neben seiner grossen Dienste für den FC St.Gallen, bugsierte Zellweger den Ball aber auch öfter als andere ins eigene Tor. Sein legendärstes Eigentor sei jenes in der Champions-League-Qualifikation gegen Galatasaray Istanbul im Jahr 2000, findet Zelli nach seinem Karriereende. Damals beförderte er den Ball unbedrängt mit dem Kopf ins St.Galler Tor.

Enttäuschter Marc Zellweger: Wegen seines Eigentors resultierte gegen Galatasaray Istanbul nur ein 2:2-Unentschieden (Bild: Keystone/Michele Limina)

Enttäuschter Marc Zellweger: Wegen seines Eigentors resultierte gegen Galatasaray Istanbul nur ein 2:2-Unentschieden (Bild: Keystone/Michele Limina)

5. Vom Stürmer zum Verteidiger

Marc Zellweger begann seine Fussballkarriere im Nachwuchs des FC Oberwinterthur, ehe er zum FC Seuzach in die 2. Liga wechselte. Dort machte der damalige Stürmer mit zahlreichen Toren auf sich aufmerksam, bis er schliesslich vom vier Klassen höher spielenden FC St.Gallen verpflichtet wurde. Im Laufe der Zeit wechselte Marc Zellweger vom Angriff ins Mittelfeld. Unter Trainer Roger Hegi stand Zelli erstmals als Verteidiger auf dem Platz.

6. Gastspiel in der Schweizer Nati

Für die Schweizer Nationalmannschaft absolvierte Zelli 13 Spiele.

Marc Zellweger (l.) im Training mit der Schweizer Nati im Mai 2002. Das Team bereitet sich in Abtwil auf das Spiel gegen Kanada im Espenmoos vor (Keystone/Regina Kuehne)

Marc Zellweger (l.) im Training mit der Schweizer Nati im Mai 2002. Das Team bereitete sich in Abtwil auf das Spiel gegen Kanada im Espenmoos vor (Bild: Keystone/Regina Kuehne)

7. Karrierenende beim SC Brühl

Nachdem Zellweger seine Karriere beim FC St.Gallen beendet hatte, zeigte der Erstligist Brühl St.Gallen Interesse an ihm. Er nahm das Angebot an und erreichte mit dem SC Brühl völlig überraschend den Aufstieg in die Challenge League. Am 23. Mai 2012 bestritt Marc Zellweger beim 1:1 gegen Delémont sein letztes Spiel als aktiver Fussballer.

8. Vom Fussballgott zum Fitness-Betreiber

Heute leitet Zellweger in Rorschach das Fitnesscenter Update Fitness.

Marc Zellweger führt das Update Fitness in Rorschach (Bild: Tagblatt/Ralph Ribi)

Marc Zellweger führt das Update Fitness in Rorschach (Bild: Tagblatt/Ralph Ribi)

9. Tschutten in der Ostschweiz, leben in Winterthur

In sportlicher Hinsicht ist die Ostschweiz Marc Zellwegers Zuhause. Ansonsten blieb es jedoch immer der Kanton Zürich. Während seiner ganzen Karriere – mit Ausnahme der Jahre, die er in Köln spielte – zog der Winterthurer nie Richtung Osten.

10. Openair St.Gallen: Ein fixer Termin

Wie viele tausend andere pilgert auch Zelli jedes Jahr ins Sittertobel.

11. Meisterfeier in St.Gallen

Am 7. Juni 2000 durfte Marc Zellweger mit dem FC St.Gallen den zweiten Meistertitel in der St.Galler Vereinsgeschichte feiern.

Zellweger zelebriert mit einer Zigarre den St.Galler Meistertitel (Bild: Keystone/Regina Kuehne)

Zellweger zelebriert mit einer Zigarre den St.Galler Meistertitel (Bild: Keystone/Regina Kuehne)

12. Gastspiel in der Bundesliga

Eine Saison nach dem St.Galler Meistertitel erhielt Zellweger ein Angebot des 1. FC Köln. Für den Bundesligisten absolvierte Zellweger 13 Spiele.

Marc Zellweger im roten Dress der Kölner (Bild: AP Photo/Martin Meissner)

Marc Zellweger im roten Dress der Kölner (Bild: AP Photo/Martin Meissner)

13. Striptease im Espenmoos

Der Wechsel nach Köln war fix: Nach seinem vorerst letzten Spiel im Trikot der Espen im November 2001 kam es zu einem emotionalen Abschiedsspiel im Espenmoos, bei welchem Zellweger nach dem Match alles inklusive seiner Hose ins Publikum warf.

Sein Leibchen hat Zelli bereits an die Fans verschenkt - und auch seine Hose wird in Kürze ins Publikum fliegen (Bild: Keystone/Regina Kuehne)

Sein Leibchen hat Zelli bereits an die Fans verschenkt – und auch seine Hose wird in Kürze ins Publikum fliegen (Bild: Keystone/Regina Kuehne)

14. Ruhiger Kämpfer

«Marc ist ein Kämpfer-Typ, kopfballstark – ein ruhiger Vertreter, der auf dem Spielfeld nie ausrasten würde», so urteilt Uwe Rapolder vor Zellwegers Wechsel zu Köln über dessen Qualitäten. Rapolder war es, der Zellweger 1995 von Seuzach nach St.Gallen holte. Gegenüber dem «Senf»-Magazin antwortet Zelli auf die Frage, ob er die Zeit als Fussballspieler vermisse: «Es war sicher schön, wenn man ins Stadion einlief und die Leute Freude hatten. Aber im Mittelpunkt zu stehen und immer Interviews zu geben vermisse ich nicht.»

15. Markenzeichen: Grätschen und lange Haare

Seine Riesengrätschen, mit denen er so manchen Angriff zunichte machte, waren Zellwegers Spezialität. Ein weiteres Markenzeichen sind bis heute seine langen Haare.

Dank seiner Grätschen gewann Marc Zellweger so manchen Zweikampf (Keystone/Peter Klaunzer)

Dank seiner Grätschen gewann Marc Zellweger so manchen Zweikampf (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

16. Gelernter Elektriker

Bevor Zellweger mit 21 Jahren Profifussballer wurde, absolvierte er eine Lehre als Elektriker.

17. Über 500 Spiele für den FCSG

517 Spiele hat Marc Zellweger für den FC St.Gallen absolviert. Der Verteidiger spielte von 1994 bis 2001 und von 2003 bis 2010 für die Espen.

Ein Dank an Zelli - für über 500 Spiele in Grün-Weiss (Bild: Tagblatt/Urs Jaudas)

Ein Dank an Zelli – für über 500 Spiele in Grün-Weiss (Bild: Tagblatt/Urs Jaudas)


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