Harte Riffs und strahlende Gewinner

Kaufmann haben den bandXost-Contest für sich entschieden.
Kaufmann haben den bandXost-Contest für sich entschieden. © FM1Today/Stefanie Rohner
Tobend begrüsste eine ausverkaufte Grabenhalle die acht Bands, die im Finale des bandXost-Contest standen. Der Stimmung war nichts entgegenzusetzen, der Spannung ebenso wenig. Die Gewinner des Abends: Kaufmann.

Harte Gitarrenriffs, Mundharmonika, Rap und Mundartmusik. Acht Bands kämpften am Samstagabend im Finale des bandXost um den ersten Platz. Bands aus der Ostschweiz und dem Fürstentum Lichtenstein konnten am Contest teilnehmen.

Die Besten aus den Vorausscheidungen waren am Finale in der Grabenhalle. NØØ, OGHM, Closed Eyes, Mirkwood Spiders, Megan, Barefoot to the Moon, Mr. Linus und Kaufmann traten auf die Bühne und gaben alles, um das Publikum und vor allem die siebenköpfige Jury zu überzeugen.

Stimmung vom Feinsten

Dave von Mr. Linus sagte vor dem Auftritt seiner Band, dass die Nervosität zwar da sei, aber es sich im Rahmen halte. Er und zwei Frauen bilden die Band.« Wir sind ohne Ansprüche hergekommen und geniessen einen tollen Abend. Es ist cool, im Finale zu stehen, das bestätigt uns in dem was wir tun», sagt Dave. Freunde von ihm sind da, um sie zu unterstützen.

Die Stimmung hätte sowieso besser nicht sein können. Die Besucherinnen und Besucher warteten gespannt auf die Auftritte. «Es ist toll, dass es eine solche Plattform für junge Musikerinnen und Musiker gibt. Wir kennen niemanden, freuen uns aber immer über neue Musik. Auch wenn nicht alles meinen Geschmack trifft, hat jede Band einen tollen Auftritt abgeliefert», sagt Marco.

Hohes Niveau

Die Vereinspräsidentin, Jmaana Frehner, zieht eine gute Bilanz. «Alles hat wunderbar geklappt. Jedes Mal ist das bandXost ein Erlebnis. Das bandXost ist eine Familie, alle Bands unterstützen sich gegenseitig, statt sich zu konkurrenzieren», sagt Jmaana. Es gehe um die Freude, um Musik und darum, eine gute Zeit zu haben und voneinander zu lernen.

Für die Jury war es kein Leichtes, zu entscheiden, welche Band den ersten Platz machen wird. «Unseren eigenen Geschmack müssen wir bei der Beurteilung aussen vor lassen. Es geht uns um Authenzität, das Gefühl für die Musik und darum, dass man die Liebe aus der Musik heraushört. Es war dieses Jahr sehr schwer, einen Gewinner festzulegen. Das Niveau war unglaublich hoch», sagt Jurymitglied, Natasha Waters.

FM1Today/Stefanie Rohner

FM1Today/Stefanie Rohner

Und doch musste sich die Jury entscheiden, welche Band den dritten, zweiten und ersten Platz belegen. Während sich die Jury beriet, spielten die Sieger vom vergangenen Jahr. Catalyst schafften es, die Spannung in Unterhaltung umzuwandeln und lieferten eine energiegeladene Show ab.

Und dann wurde es ernst. Barefoot to the Moon schafften es auf den dritten Platz und erhielten somit einen Förderungsbeitrag von 500 Franken für Musik-Equipment, Coaching und wertvolle Beratung von iMusicianDigital.

Zwischen dem ersten und dem zweiten Platz habe es ein Kopf an Kopf Rennen gegeben, die Entscheidung sei nicht leicht gefallen. Zweitplatzierte waren Megan. Auch sie gingen nicht leer aus. Die Band erhielt einen Förderungsbeitrag von 2000 Franken für Professionelle Demo-Produktion, einen eigenen Musik-Clip oder sonstige Investition in die Musik.

Grosse Freude bei Kaufmann

Doch wer sollte das Rennen machen? Da standen noch sechs Bands zur Auswahl, die Nervosität war zu spüren und alle warteten gespannt darauf, ob sie nun gewonnen hatten oder nicht. Sieger des Abends und des bandXost-Contests waren Kaufmann, eine Mundart-Pop-Rockband aus Chur.

Manu von der Band fehlten die Worte. «Wir sind sprachlos, das kam echt unerwartet. Wir haben nicht damit gerechnet, den Contest zu gewinnen. Wir haben vor zwei Jahren schon einmal mitgemacht, deswegen ist es nun unglaublich schön, den ersten Platz gemacht zu haben», sagt Manu.

Sie seien nervös gewesen, viel mehr noch als in der Vorrunde. «Das gehört natürlich dazu. Aber gemeinsam haben wir uns beruhigt und uns gesagt, dass wir einfach einen guten Gig abliefern wollen», sagt Manu. Die Band gewann damit auch professionelle Studioaufnahmen, Festivalauftritte und die Vermittlung an Konzertveranstalter sowie die Beratung von iMusicianDigital im Gesamtwert von 8000 Franken.

«Das ist super. Wir waren schon vorher daran, ein Album zu produzieren, so ist das aber noch viel besser. Es soll Ende Februar erscheinen. Dann gehen wir auch auf Club-Tour», sagt Manu. Gerade jetzt hiess es aber vor allem eines: Mit Freunden anstossen und richtig zu feiern.

(str)

 


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