Hebamme aus Island wird “Miss EM”

Arna Ýr Jónsdóttir aus Island (l) wurde am Samstag in Rust zur Miss EM gekürt. Die Schweizerin Sandra Meier war nicht unter den Top Three. (
Arna Ýr Jónsdóttir aus Island (l) wurde am Samstag in Rust zur Miss EM gekürt. Die Schweizerin Sandra Meier war nicht unter den Top Three. ( © EPA DPA UWE ANSPACH/Pressebild Europa-Park
Island wird Europameister – aber nicht im Fussball, sondern beim Schönheitswettbewerb. Eine Hebamme aus Reykjavík ist die neue “Miss EM”. Deutschlands Vertreterin hat knapp das Nachsehen. Die Schweizer Kandidatin schaffte es nicht aufs Treppchen.

Arna Ýr Jónsdóttir aus Island ist zur schönsten Frau der Fussball-Europameisterschaft gekürt worden. Die 21-Jährige aus der Insel-Hauptstadt Reykjavík setzte sich in der Nacht zum Samstag gegen 23 Konkurrentinnen aus ganz Europa durch und holte sich den Titel “Miss EM”. Für ihren Sieg bei dem Schönheitswettbewerb im Europa-Park in Rust bei Freiburg erhielt sie 3000 Euro und eine Armbanduhr.

“Es ist eine grosse Ehre für ein kleines Land wie Island, bei der Fussball-EM dabei sein zu können”, sagte sie nach der Wahl der Deutschen Presse-Agentur. “Und es ist eine Freude für mich persönlich, mein Land in dieser Form repräsentieren zu dürfen.”

Platz zwei ging an die Vertreterin von Deutschland, Lena Bröder aus Münster in Nordrhein-Westfalen, Platz drei an die Portugiesin Ana Cláudia Ornelas Bomfim. Sandra Meier aus Rorschach kam nicht unter die besten drei. Eine offizielle Funktion bei der EM hat die Schönheitskönigin Arna Ýr Jónsdóttir nicht. Sie wird die Spiele aber bei Public Viewings und anderen Veranstaltungen begleiten.

Die Kandidatinnen im Alter von 18 bis 28 Jahren präsentierten sich im Trikot der Fussball-Nationalmannschaft ihres Landes sowie in Abendkleid und Badebekleidung. Sie mussten in dem Land, für das sie standen, geboren worden sein oder dessen Staatsangehörigkeit haben. Fussballwissen war nicht gefragt.

In Rust wird seit zehn Jahren zu jeder Welt- und Europameisterschaft eine jeweilige Miss gewählt. Zur diesjährigen Ausgabe hatten sich laut Organisator Ralf Klemmer mehrere hundert Frauen aus ganz Europa beworben. Gewählt wurde “Miss EM” von einer Jury. Dieser gehörten unter anderem der frühere Fifa-Schiedsrichter Walter Eschweiler (80), der ehemalige Fussballprofi und heutige Trainer Thorsten Fink (48) sowie Boxtrainer Ulli Wegner (74) an.

(SDA)


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