Hefenhofer Pferde unter schlimmem Verdacht

Im Armee-Tierkompetenzzentrum in Bern zeigen mehrere Pferde Symptome einer hochansteckenden Krankheit.
Im Armee-Tierkompetenzzentrum in Bern zeigen mehrere Pferde Symptome einer hochansteckenden Krankheit. © KEYSTONE/Anthony Anex
Im Kompetenzzentrum für Armeetiere in Bern sind mehrere Pferde möglicherweise an Druse erkrankt – die Krankheit könnte von den 93 Pferden aus Hefenhofen eingeschleppt worden sein. Die Hefenhofer Pferde wurden letzte Woche in die ganze Schweiz verkauft.

Fieber, Husten und entzündete Lymphknoten sind die Symptome, die durch die bakterielle Pferdekrankheit Druse hervorgerufen werden. Zurzeit sind im Armee-Tierkompetenzzentrum in Bern acht Pferde in Quarantäne, wie «SRF» am Montagabend in der Sendung «Schweiz aktuell» berichtet.

Bei einem der Pferde sind die Symptome besonders stark: «Höchstwahrscheinlich ist es Druse», sagt Jürg Liechti, Kommandant und Tierarzt, zum Schweizer Fernsehen. «Wir haben von dem betroffenen Pferd und zwei weiteren Proben genommen.» Das Resultat aus dem Labor dürfte aber erst in der zweiten Wochenhälfte eintreffen.

Unklar, woher Ansteckung kommt

Die Arme kann nicht ausschliessen, dass die Krankheit von den Pferden aus Hefenhofen ins Armeezentrum geschleppt wurde. «Das ist denkbar, doch der Keim könnte auch von Besuchern oder von anderen Pferden in die Stallung geraten sein», sagt Liechti.

Die Krankheit Druse gilt als hochansteckend und stellt alle Pferdehalter, die letzte Woche ein Pferd vom Hefenhofer Hof ersteigert haben, vor grössere Probleme. «Ich mache mir riesige Sorgen», sagt Pferdezüchter Christoph Sarner, der einen Freiberger-Hengst gekauft hat, zu «SRF». Der Hengst hat geschwollene Lymphknoten und Sarner befürchtet, dass er an Druse leidet. «Im schlimmsten Fall hat er alle meine anderen 70 Pferde angesteckt», sagt er.

Immerhin nicht tödlich

Die Krankheit ist für die Pferde schmerzhaft, aber zumindest nicht tödlich. Sarner wird aber in nächster Zeit mit seinen Pferden an keinen Veranstaltungen teilnehmen können.

Der Tierhalter U. K. wurde vor zwei Wochen, am 7. August, in Hefenhofen in Polizeigewahrsam genommen, nachdem Bilder von seinen Pferden publiziert worden waren, die auf seinem Hof verendet waren. Andere waren stark abgemagert. Alle 250 Tiere des Bauern wurden von der Polizei beschlagnahmt, letzte Woche wurden 93 Pferde in Bern versteigert.

(agm)


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