“Heidi”-Regisseur: Schwierige Suche nach Schweizer Bergidylle

Alain Gsponer kennt das Berglerleben: Der "Heidi"-Regisseur ist Sohn eines ehemaligen Geissenhirten und verbrachte viel Zeit in den Bergen (Archiv).
Alain Gsponer kennt das Berglerleben: Der "Heidi"-Regisseur ist Sohn eines ehemaligen Geissenhirten und verbrachte viel Zeit in den Bergen (Archiv). © /KEYSTONE/GAETAN BALLY
Regisseur Alain Gsponer hat sich mit der Suche nach dem geeigneten Drehort für seinen “Heidi”-Film schwer getan. “Die Natur in der Schweiz ist nicht so unberührt, wie man sie gerne hätte. Selbst auf 2000 Metern mussten wir Hochspannungsleitungen weg retuschieren.”

Für den Dreh habe er auf die Erfahrungen seiner Familie zurückgegriffen, sagte der 39-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. “Mein Vater kam aus einer sehr armen Bergbauernfamilie und er war Geissenhirt bis zum zwölften Lebensjahr, wie der Geissenpeter.” Er habe ihn viel beraten.

Auch der in Berlin lebende Regisseur selbst verbrachte mit seiner Familie immer wieder Zeit in einer Berghütte. “Da wussten wir, wie hart das ist, fast an der Schneegrenze jeden Tag Holz zu suchen, um ein Feuer zu machen, und jeden Tag Wasser zu holen.” Diese Härte habe er zeigen wollen.

Einen Film ohne Alpenkitsch hatten sich auch die Bewohner Graubündens gewünscht, wo der Film gedreht wurde. Sie befürchteten eine weitere Vermarktung der von Johanna Spyri geschaffenen Romanfigur und betonten vor Drehbeginn: “Bei uns gibt’s keine Dirndl, bei uns wird nicht gejodelt und es gibt keinen Bernhardiner”.

(SDA)


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