Heimweh-Menschen: «Das sind Emotionen pur»

Imelda und Walter Fitze aus dem appenzellischen Stein wandern nach Ungarn aus - sie können sich die Pension in der Schweiz nicht leisten.
Imelda und Walter Fitze aus dem appenzellischen Stein wandern nach Ungarn aus - sie können sich die Pension in der Schweiz nicht leisten. © TVO/MidO
Zwei Erzieherinnen aus Afrika, ein pensioniertes Paar, das nach Ungarn auswandert und ein Fernfahrer aus Walzenhausen – alle haben etwas gemeinsam: Heimweh. Die TVO-Reportage-Serie von «Mensche i de Ostschwiz» zeigt ihre beeindruckenden Geschichten.


«Die dritte Staffel unserer Reportage-Serie ist Emotion pur», sagt Redaktionsleiter Thomas Bächle. «Es ist eindrücklich, wie nah uns die Protagonisten an ihren persönlichen Erlebnissen, Erfahrungen und auch Ängsten teilhaben lassen.»

Heimweh – die Sehnsucht nach dem Zuhause und der Heimat ist das verbindende Element der Personen der dritten Staffel von «Mensche i de Ostschwiz». TVO begleitet ab nächstem Sonntag Menschen, die ihr Zuhause aus beruflichen, finanziellen oder auch abenteuerlichen Gründen verlassen und in die Ferne ziehen. Hier sind die drei Protagnisten:

Peter Stricker, LKW-Fahrer aus Walzenhausen
LKW-Fahrer Peter Stricker kennt Europas Strassen wie seine Westentasche. Seit über 30 Jahren ist er täglich mit seinem Lastwagen unterwegs – vom hohen Norden bis nach Gibraltar. Egal ob zu DDR-Zeiten oder während des Jugoslawienkriegs: keine Strecke war ihm zu gefährlich. TVO begleitet den Fernfahrer während vier Tagen auf einer abenteuerlichen Reise nach Norwegen. Es gilt einen Menzi Muck rechtzeitig beim Kunden in Oslo abzuliefern. Eine Geschichte vom Leben auf Europas Strassen, dem Vermissen der Heimat und davon, was das ständige Leben auf Achse für ihn, aber auch für seine Partnerin bedeutet.

Betty und Grace, zwei Erzieherinnen aus Sambia
Für einen Monat sind die beiden Erzieherinnen Betty und Grace aus Sambia «Mensche i de Ostschwiz». Im Rahmen eines Austauschprogrammes des Kinderheims Tempelacker in St.Gallen verlassen sie zum ersten Mal ihre Heimat und verbringen einen Monat in der Ostschweiz. Dabei entdecken sie nicht nur das Kinderheim, sondern sehen auch zum ersten Mal Berge, Schnee und bunte Ostereier. Und dennoch: Die Heimat fehlt ihnen – ganz besonders ihr Nationalgericht «Nshima». TVO begleitet die beiden Frauen während ihrer erlebnisreichen Zeit in der Ostschweiz.

 

Walter Fitze, Pensionär und Auswanderer aus Stein
Er vermisst die Ostschweiz schon, bevor er sie endgültig verlassen hat. Nur gerade vier Wochen nach seiner frühzeitigen Pensionierung kehrt Walter Fitze seiner Heimat, dem appenzellischen Stein, den Rücken. Zusammen mit seiner Frau Imelda wandert er nach Ungarn aus – nicht ganz freiwillig. Obwohl er sein ganzes Leben lang hart gearbeitet hat, kann er sich ein Leben als Rentner in der Ostschweiz schlicht nicht leisten. Nebst Maggi, Aromat und Mayonnaise werden ihm vor allem seine Kinder fehlen. Eine bewegende Geschichte über Abschiednehmen und Heimweh.

Die dritte Staffel «Heimweh-Menschen» startet am Sonntag, 12. November, um 18.15 Uhr auf TVO und wird stündlich wiederholt. Alle bisherigen Staffeln von «Mensche i de Ostschwiz» gibt es hier.

 


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