Hinweise erhalten – Täter nicht gefunden

Von Marco Latzer
Der Tatort an der Webergasse 12 in St.Gallen.
Der Tatort an der Webergasse 12 in St.Gallen. © Keystone / Kantonspolizei St.Gallen
Noch immer ist der Mörder von Spahiu Haki, der in St.Gallen auf offener Strasse erschossen wurde, auf freiem Fuss. Die Behörden haben Foto und Namen des Opfers veröffentlicht, um Hinweise auf den Täter zu erhalten. Informationen sind zwar eingegangen, zu einer Verhaftung ist es aber noch nicht gekommen.

Vor rund drei Wochen wurde Spahiu Haki in St.Gallen vor seiner Haustüre erschossen. Der 42-jährige Kosovare hielt sich illegal in der Schweiz auf und war mutmasslich auf dem Weg zur Arbeit, als er am frühen Morgen in der St.Galler Webergasse von mindestens einer Pistolenkugel tödlich getroffen wurde. Der Schütze wird als zwischen 40- bis 50-jährig und korpulent beschrieben und ist noch immer auf der Flucht.

In welcher Beziehung standen Opfer und Täter?

Da sich das Opfer illegal in der Schweiz aufhielt und deshalb auch keiner geregelten beruflichen Tätigkeit nachgehen konnte, beschritten die Ermittler einen unkonventionellen Weg: Sie veröffentlichten dessen Namen mitsamt einem Portraitfoto. “Wir sind davon überzeugt, dass wir den Täter über das Opfer finden”, sagte damals Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. In den meisten Fällen würden Täter und Opfer in einer persönlichen Beziehung zueinander stehen.

Hinweise ja, Täter nein

Doch was hat der Gang an die Öffentlichkeit bislang gebracht? “Auf unseren Zeugenaufruf sind mehrere Hinweise eingegangen. Zur Menge und Natur dieser Informationen können wir zurzeit keine Angaben machen”, so Roman Dobler, Medienverantwortlicher der St.Galler Staatsanwaltschaft. Eine heisse Spur war offenbar aber nicht dabei. Fakt ist nämlich, dass es noch zu keiner Verhaftung gekommen ist.

Bis dato konnte der Zeugenaufruf mitsamt Foto nicht entscheidend zur Klärung beitragen. Das offensive Vorgehen sei aber dennoch gerechtfertigt, ist Dobler überzeugt. Man wolle in diesem Fall alle Mittel ausreizen, um den Täter dieses Verbrechens zu fassen.


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