Höchste Lawinengefahr und viel Regen

Wegen Lawinengefahr: Am Sonntag mussten die Touristen mit dem Heil aus Zermatt ausgeflogen werden.
Wegen Lawinengefahr: Am Sonntag mussten die Touristen mit dem Heil aus Zermatt ausgeflogen werden. © (KEYSTONE/Philippe Mooser)
Bis zum Dienstagmorgen ist im FM1-Land mit sehr viel Niederschlag zu rechnen, und das bis in hohe Lagen. Die Lawinengefahr ist auf der höchsten Stufe. Elm ist zurzeit von der Umwelt abgeschnitten. 

Der Niederschlag lässt am Montagmorgen  etwas nach, aber schon am Mittag kommt es zu einer zweiten Welle. «Eine nasse Geschichte», sagt Sharon Satz von Meteonews am Montagmorgen.  Die Schneefallgrenze ist relativ hoch, sie liegt bei 1400 bis 1800 Meter.

In der Ostschweiz fällt sehr viel Regen. Im Raum Bodensee und Thurgau erwartet Meteoschweiz eine Niederschlagsmenge von 30 bis 50 Liter Wasser pro Quadratmeter. Im Toggenburg und Appenzellerland bis zu 80 Liter. «Die Erdrutsch und Hochwassergefahr ist sehr hoch, weil der Boden gesättigt ist», sagt Satz.

Weiterhin gilt in den Bergen verbreitet eine grosse bis sehr grosse  Lawinengefahr. Das Dorf Elm im Kanton Glarus, dessen Zufahrt gesperrt wurde, wird heute kaum eine Besserung der Lage erfahren. «Zur Lawinengefahr kommt nun auch die Erdrutschgefahr dazu», sagt Satz.

Die Lawinengefahr ist auf Stufe 5.

Meteonews

«Die Situation verschärft sich», sagt Roger Perret am Sonntagnachmittag. Wer einen Skiausflug geplant hat, verschiebt diesen am besten, denn die Lawinengefahr in den Bergen ist auf Stufe 5, der höchsten Stufe. «Diese Einstufung kommt sehr selten vor zuletzt 1999. Es ist kein Tag für Skisport. Die Lawinen können sich ganz spontan von alleine lösen, ohne Fremdeinwirkung.»

Elm von der Aussenwelt abgeschnitten

Schweizweit sorgten die heftigen Schneefälle am Wochenende für Chaos. Im Streckennetz der Rhätischen Bahn kam es zu Einschränkungen. Das Dorf Elm im Kanton Glarus ist vorläufig abgeschnitten. Die Verbindung über die Strasse Linthal-Urnerboden nach Elm bleibt vom Sonntagabend bis am Montag um 17.30 Uhr gesperrt, sowie die Strasse von Schwanden nach Schwändi. Das schreibt die «Südostschweiz».

«Ein Dorf zuzumachen, ist kein leichter Entscheid», sagt Hans-Heiri Legler, Präsident der kantonalen Lawinenwarnkommission, gegenüber der «Südostschweiz». Dies wurde wegen des vielen Neuschnees und der Wetterprognosen aber nötig.

Auch Zermatt war abgeschnitten von der Aussenwelt, wieder. Die Menschen konnten nur via Helikopter ein- und ausfliegen.

Am Dienstagmorgen ist der grosse Regen dann vorbei.

(red)


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