Hollywood-Mogul fordert von Obama Vorgehen gegen Piraterie

Schauspieler Dolph Lundgren, Jason Statham, Sylvester Stallone, Terry Crews und Produzent Avi Lerner (v.l.n.r.) an der Präsentation des Blockbusters The Expendables" im Jahr 2010: Aufgrund von Filmpiraterie sollen Produktionsfirmen Einnahmen von 250 Millionen Dollar entgangen sein.
Schauspieler Dolph Lundgren, Jason Statham, Sylvester Stallone, Terry Crews und Produzent Avi Lerner (v.l.n.r.) an der Präsentation des Blockbusters The Expendables" im Jahr 2010: Aufgrund von Filmpiraterie sollen Produktionsfirmen Einnahmen von 250 Millionen Dollar entgangen sein. © KEYSTONE/AP/Seth Wenig
Hollywood-Mogul Avi Lerner hat US-Präsident Barack Obama einen “Feigling” genannt. Die Regierung habe Angst vor Google und unternehme deshalb nicht genug gegen Filmpiraterie.

Der Unwille der US-Regierung, Google zur Verbesserung seiner Anti-Piraterie-Massnahmen zu zwingen, koste die Filmindustrie jährlich Millionen Dollar, sagte der 68-jährige Produzent am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Aufgrund von Filmpiraterie seien seinen Produktionsfirmen Nu Image und Millennium Films allein im Fall des Actionfilms “The Expendables 3” Einnahmen von 250 Millionen Dollar entgangen. “Die Regierung … der Präsident ist solch ein Feigling. Er hat Angst vor Google, deshalb verlieren wir Millionen”, sagte Lerner.

Im Juli 2014 war eine fast perfekte Kopie von “The Expendables 3” drei Wochen vor dem Filmstart auf eine Datentauschplattform gestellt worden. Der Film wurde binnen Stunden 100’000 Mal heruntergeladen und laut Nu Images wurden mehr als zehn Millionen Kopien erstellt, bevor der Film in die Kinos kam.

Lerner wirft Google vor, einen Teil seiner Einnahmen von illegalen Websites zu erhalten und daher nichts gegen Piraterie zu tun. Google war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Der Suchmaschinenbetreiber änderte 2014 seine Datenverwaltung, damit Piraterie-Websites weniger prominent angezeigt werden. Viele Filmstudios sind jedoch der Meinung, dass der Konzern mit seinen Massnahmen nicht weit genug gegangen sei.

(SDA)


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