“Homeland” mit Schriftzeichen reingelegt

“Homeland” mit Schriftzeichen reingelegt
© Die 5. Staffel der Serie "Homeland" handelt inhaltlich von Berlin und Syrien. (Bild: www.hitfix.com)
Ein Hack der anderen Art: Für die aktuelle Folge der US-amerikanischen Serie “Homeland” sind arabischsprachige Graffiti-Künstler beauftragt worden, für eine Filmkulisse einige arabische Schriftzüge an die Wand zu sprayen. Die Künstler haben die Gelegenheit genutzt und kritische Worte über die Serie hingesprayt. 

Die Arabian Street Artists sind drei Graffiti-Künstler aus Berlin und Ägypten. Bei den Dreharbeiten der Serie in Berlin im Sommer 2015 sollen sie helfen, ein Set als libanesisches Flüchtlingslager einzurichten, wie das deutsche Online-Portal “bento” berichtet.

Der Auftrag war, ein paar Wände mit arabischen Schriftzeichen zu bemalen.

Gegenüber “bento” zeigen die Künstler Schriftzüge, auf denen “Homeland ist Wassermelone” steht, was auf Arabisch so viel bedeutet wie “Homeland ist fake”. Ein anderer heisst übersetzt “Homeland ist kaputt”.

Die Ägypterin Heba, wohnhaft in Berlin und eine der drei Street Artists, zeigt auf ihrer Homepage weitere Bilder mit Schriftzügen, die Kritik erheben: “Homeland ist rasisistisch”, “Homeland ist keine Serie”, oder “Homeland ist ein Witz”.

"Homeland ist ein Witz und wir haben nicht gelacht." (Bild: www.hebaamin.com)

“Homeland ist ein Witz und wir haben nicht gelacht.” (auf der linken Seite) (Bild: Heba Amin/www.hebaamin.com)

 

"Homeland ist Wassermelone". (Bild: Heba Amin/www.hebaamin.com)

“Homeland ist Wassermelone”. (Bild: Heba Amin/www.hebaamin.com)

"Homeland" ist rassistisch. (Bild: Heba Amin/www.hebaamin.com)

“Homeland” ist rassistisch. (Bild: Heba Amin/www.hebaamin.com)

Auch auf dem offiziellen Trailer sind die Graffitis erkennbar, wenn auch nur kurz.  Nicht nur die Street Artists, sondern auch viele Zuschauer kritisieren mittlerweile die Serie und fühlen sich stark an die Paranoia der Bush-Ära erinnert. Details im arabischen Raum würden in der Serie nicht so genau genommen, und die Araber in “Homeland” seien stets gefährlich. Muslime würden immer als potentielle Gefahr dargestellt.

Der “Homeland”-Crew ist offenbar während des ganzen Drehs nichts aufgefallen.

(red)


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