“Hütchen wären gefährlicher”

Die Autofahrerin beachtete das Verkehrsleitsystem nicht - es kam zum Unfall.
Die Autofahrerin beachtete das Verkehrsleitsystem nicht - es kam zum Unfall. © Kapo SG
Weil eine Autofahrerin das Verkehrsleitsystem im Stephanshorntunnel in St.Gallen nicht beachtet hatte, kam es zu einem schweren Unfall. Bräuchte es im Tunnel eine klarere Signalisation?

In der Nacht auf Dienstag ist es im St.Galler Stephanshorntunnel zu einem schweren Unfall gekommen: Eine Frau wollte überholen und übersah dabei, dass wegen Unterhaltsarbeiten im einspurig geführten Tunnel Gegenverkehr herrschte. Die Frau und zwei Arbeiter, die in einem entgegenkommenden Lieferwagen sassen, wurden bei der Frontalkollision verletzt.

Dabei wurden Autofahrer vor und im Tunnel über das Verkehrsleitsystem über die Tunnelsperrung informiert. Peter Saxer, Leiter des BSA Betriebs- und Sicherheitsausrüstung des Nationalstrassen Gebiets VI, sagt: “Die Signalisationspläne sind mit dem Bundesamt für Strassen abgesprochen. Dazu gibt es klare Regeln und Normen für die Signalisation vor und in Tunnels.”

Gibt es in einem Tunnel ein Verkehrsleitsystem, wird über dieses informiert. “Hütchen zwischen den beiden Fahrbahnen wären zu gefährlich. Sie könnten verschoben werden, was zu zusätzlich gefährlichen Situationen führt, etwa wenn ein Autofahrer dem Hinderniss ausweichen muss”, sagt Saxer. Zudem müsste man den Tunnel für das Aufstellen dieser Hütchen sperren.

Die Unterhaltsarbeiten im Stephanshorntunnel dauern “noch einige Wochen” an, meint Saxer. Derzeit werden neue Lüftungsklappen eingebaut. Später würde auch die grosse Totalsanierung anstehen, die laut dem Bundesamt für Strassen alle 25 bis 30 Jahre stattfinden muss. “Allerdings wurde diese in den letzten Jahren immer wieder ein bisschen nach hinten verschoben”, sagt Saxer.

(red.)


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