«Irma» könnte für Versicherer teuer werden

50 Milliarden Dollar: Der Hurrikan "Irma" dürfte Experten zufolge der Versicherungsbranche teuer zu stehen kommen.
50 Milliarden Dollar: Der Hurrikan "Irma" dürfte Experten zufolge der Versicherungsbranche teuer zu stehen kommen. © KEYSTONE/AP/ROB-ONEAL
Der Hurrikan «Irma» hat Branchenexperten zufolge hohe Kosten für die Versicherungsbranche verursacht.

Die versicherten Schäden in den USA und der Karibik könnten zwischen 32 und 50 Milliarden Dollar liegen, erklärte der Fachdienst Air Worldwide am Freitag in einer aktualisierten Schätzung. Auch die Ratingagentur Moody’s und der weltgrösste Rückversicherer Münchener Rück gehen von erheblichen Schäden für die Branche aus.

Zu den wichtigsten Rückversicherern für ausschliesslich in Florida tätige Sachversicherer zählt Moody’s zufolge auch der deutsche Allianz-Konzern. Der Wirbelsturm «Irma» war am Sonntag (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde über das südliche Florida hinweggezogen.

Die Münchener-Rück-Gruppe setzte in der Nacht zum Donnerstag ein Fragezeichen hinter ihr Gewinnziel für dieses Jahr. Angepeilt war ursprünglich ein Überschuss zwischen 2 und 2,4 Milliarden Euro. Doch wegen der hohen versicherten Schäden in den US-Bundesstaaten Texas und Florida sowie auf den Karibikinseln steht nun im dritten Quartal voraussichtlich ein Verlust zu Buche, wie die Münchener Rück mitteilte. Das Jahresziel könnte deshalb verfehlt werden.

(SDA)


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